334 Allgemeines.
Schaftsgelegenheit in der Besitznachfolge, in den geist-lichen Stand eintraten; hatte es ein solcher adeligerKanonikus schliesslich weit gebracht, so rinden wir umsein Wappen herum auch noch 4 oder mehr Ahnen-wappen; waren ja viele Stiftsstellen von Ahnenprobenabhängig.
Kronen, namentlich bei kurfürstlich-erzbischöflichenWappen-Exlibris, sowie Orden fehlen ebenfalls nicht alsAusschmückung.
Zuthaten, wie wir sie schon bei den Kloster-Exlibriskennen lernten, wie Krummstäbe, Vortragskreuze, dasSchwert des Blutbanns hinter dem Schilde, erhöhten denGesammteindruck der Darstellung; Krummstäbe alleinwurden durch die Mitren hindurchgesteckt; diese Krumm-stäbe sind in ihrem oberen Teil äusserst mannigfaltiggestaltet, je nach dem herrschenden Stile, und für denKunsthistoriker recht interessant; üppiges Blatt- undRankenwerk wechselt mit hineingeschnitzten oder ge-triebenen Figuren, z. B. Madonna mit Jesus, Kreuz-gruppen etc.
Da, wo man einmal aus der einfachen Wappendar-stellung heraustrat, namentlich im 18. Jahrhundert, findetman auch Heilige als Schildwächter oder in der Um-rahmung des Wappens wiederum die Mutter Gottes,die Kreuzigungsgruppe, Kugel und symbolische Figuren,doch letztere verhältnismässig seltener als bei Exlibrisvon Privatpersonen. Auch Porträt-Kxlibris geistlicherI Ierren sind bekannt, von katholischen wie protestantischen.
Allegorien sind natürlich auch anzutreffen, so dasHerz auf dem Amboss und unter dem Hammer, Sonneund Sonnenblume u. s. vv., und namentlich in denSchilden der selbstgewählten, für die betreffende Person