Druckschrift 
Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
116
Einzelbild herunterladen
 

I I () Allgemeines.

Es kommen nach Thausing, Dürer, II. S. 124, nochfolgende federgezeichnete Exlibris-Entwürfe von DürersHand vor:

f. Johann Tscherte, kaiserlicher Bau- und Brücken-meister, Wien, Holzschnitt (Retberg 244, Bartsch170, Heller 1948), »um 1521«. Wappen mit Wald-teufel und 2 Hunden; redendes Wappen, da dasböhmische Wort Tschert (Czert) Teufel oder Wald-gott bedeutet.

g. Kolorierte Federzeichnung: Geflügelter Kessel aufGänsefüssen, darüber ein wütender Löwe, aus einerKrone wachsend, Bandrolle mit Inschrift: Fortesfortuna juvat, 1513. Im Berliner Museum.

//. Kolorierte Federzeichnung: Glücksrad mit 4 Männern,oben Glücksgöttin mit Sccpter und Krone; in denEcken Weinreben, um 1515. Eine spätere Hand-schrift auf der Rückseite besagt: »Albrecht Dürerhat dies in Melchior Pfinzing Buch gemohlt.« ImBerliner Museum.i. Federzeichnung: Wilder Mann als Wappenhalter,von Aehren und Weinranken umgeben. Im PariserLouvre.Dr. F. Lippmann in seinen »Zeichnungen vonAlbrecht Dürer in Nachbildungen« (Berlin 1883) er-wähnt noch:

k. (S. 17, No. 82) Entwurf zu einem Exlibris desWillibald Pirckheimer, Genius mit kurz ausgebrei-teten Flügeln, den Kopf etwas gegen die rechteSchulter geneigt, hält in der Linken einen auf demBoden stehenden Wappenschild, auf dem ein Baum— Wappenfigur Pirckheimers — gezeichnet ist.