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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
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111
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i6. Jahrhundert. III

C. EXLIBRIS VON ALBRECHT DÜRER.

Kehren wir zu den deutschen Exlibris nach 1500zurück — und damit kommen wir in das Gebiet derRenaissance (Wiedergeburt der antiken Kunst, haupt-sächlich der römischen), auch altdeutscher Stil genannt,mit reicher Anordnung des dekorativen Schmucks, Aus-bauchungen, aufgerollten Rändern etc. — so tritt hiergleich der bedeutendste Exlibris-Meister Albrecht Dürerzu Nürnberg auf den Plan, allerdings nicht mit einer sogrossen Anzahl, wie man früher glaubte.

Sicher als von Albrecht Dürer selbst herrührendsind beglaubigt:

a. Exlibris Willibald Pirckheimer, Rat Kaiser Karls V.,Nürnberg, Holzschnitt, nach R. von Retberg (DürersKupferstiche und Holzschnitte, München 187 1), derbedeutenden Dürer-Autorität, »vor 1503« (v. Ret-berg 50, Bartsch Appendix 52, Heller 2139). DasBlatt enthält den bekannten Spruch »Sibi et ami-cis«, ausserdem das Ehewappen Willibald Pirck-heiiners und seiner Ehefrau Crescentia, geb. Rieter,unter dem Pirckhcimerschen Helm. Es giebt2 Varietäten hievon, ohne und mit Spruch oben inhebräischer, griechischer und lateinischer Sprache,der später oben hinzugedruckt wurde, während derHolzschnitt der Wappen- etc. Darstellung dergleiche blieb. Obgleich .dieses Blatt schon wieder-holt abgebildet wurde (z. B. in Lempertz, Warnecke,Warren etc.), sei es dennoch als das wohl inter-essanteste deutsche Exlibris hier nochmals (S. 112)wiedergegeben.