I08 Allgemeines.
nach aus den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts
stammen.k. M. Rcichart, bemalter Holzschnitt; Wappen mit
Ueberschrift. Abgebildet: Exlibris-Sammlung des
Leipziger Buchhändler-Börsen-Vereins, Leipzig 1 897,
I. B./. Das der Radigunda, geborenen Eggenberger, von
Füssen, Witwe (1502) des Domicellus (Junkers)
Georg Gossenbrot von Hohenfriberg; vielleicht um,
oder noch vor 1500 entstanden*).Aus der Zeit um die Wende des 15. zum 16. Jahr-hundert, also »um /joo«, ist ein charakteristisches Ex-libris erhalten, das der Familie Heybcrger, Niederöster-reich, bemalter Holzschnitt; redendes Wappen (Hey =--Gehege, Hecke, Zaun, französisch: Haie, englisch: hay;und Berge), mit sog. wildem Mann und wilder Frau alsWappenhalter; hier (S. 107) abgebildet.
Bemerkt muss hier noch werden, dass von Aretin,Beiträge zur Kunstgeschichte, 1804, S. 72, Heller, Ge-schichte der Holzschneidekunst, 1833, S. 36, 1)., Libri,monuments inedits, 1863—64, Tafel 51, Schreiber, manuclde l'amateur de la gravure, etc., 1890, II. S. 343 undExlibris Ana, 1895, S. 13 und Tafel 4, einer nach derQuelle des anderen, folgendes als Exlibris erwähnen:»Johannes Plebanus ad S. Mauritium in Augusta«, d. h.Johannes Pfarrer bei St. Moritz in Augsburg , mit derJahreszahl 1407. Wäre es ein wirkliches Exlibris, sowürde dieses das älteste bekannte sein; doch ist esthatsächlich kein wirkliches Exlibris, sondern nur einSiegel, ein Stempel gewesen, der einige wenige Male
*) Abgebildet: E. L. Z. II. 2., besprochen X. 1.