104 Allgemeines.
Warneckes Exlibrisbuch, Tafel I und in der eng-lischen Exlibris-Zeitschrift, November, 1893.In Warneckes Exlibrisbuch, S. II, und danach imSeylerschen Handbuch, S. 10, ist zwar ein Blatt alsExlibris erwähnt, das die Ehewappen B. von Rohrbach(•J- 1482) und E. von Holzhausen (f 1501), von c. 1466aufweist und von B. S. = Barthel Schoen?, von Ulm,(nicht von Bartholomaeus Zeitblom) herrührt; aber sosehr schön dasselbe auch gezeichnet und gestochen ist,dürfte es doch bestimmt nie ein Bibliothekzeichen ge-wesen sein; auch ist es bisher noch in keinem altenExemplare in einem Buche nachzuweisen gewesen.
Aus dem 15. Jahrhundert sind nicht viele aufmechanischem Wege hergestellte Exlibris erhalten ge-blieben; jedenfalls war der Gebrauch eines Exlibris zujener Zeit ein noch vereinzelter und nicht allgemeiner.Die wenigen bekannten, mechanisch gefertigten Exlibrisvor 1300, sämmtlich Holzschnitte, die alle in dieZeit »um 1480—1500« zu setzen sein dürften, sindfolgende :
d. Ein sog. Universal- Exlibris: Leerer Schild mit */ 8leerem Schriftband, auf dessen Anfang steht: »Daspuch vnd der schilt ist«; auf einem MünchenerExemplar, das der Nürnberger Verleger 1489 gleichmit in die Bücher einer Auflage an deren Schlusshineindrucken Hess, steht auf dem Rest des Bandesder Name Anna Geuder (wahrscheinlich geboreneKleiber; Nürnberg) handschriftlich eingeschrieben ;auf einem gleichen Exemplar zu Leipzig hat sichein Michel Lorber mit Namen und seinen Wappen-lilien eingetragen; Holzschnitt; abgebildet untenim IL Teil 12.