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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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88 Allgemeines.

1765; nur die Namensinschriften sind verschieden. Diegleiche Kupferplatte wurde auch von Luise AdelgundeViktoria Gottsched, geb. Kulmus (die »Gottschedin<),Leipzig*), und dann von G. E. Weinland, c. 1750 00,benützt, von letzterern vielleicht nach dem Tode derersteren, 17^2; an Stelle des Khewappens trat derNamenszug; die Bandinschrift wurde ausgemerzt. DieAbänderung rührt von Johann Michael Stock, Leipzig,her, wahrscheinlich auch die Originalplatte der Gott-schedin. Ein weiteres Heispiel für Nachahmung findetsich bei den Exlibris G. H. A. Koch (VIII. Kap. B. 1».) undV. I). II aeberlin.

Die Lrnen-Kxlibris J. (',. (\. Rcnss, |. F. Reuss undJ. Fr. llaakh, Ende des |S. Jahrhunderts, zeigen die-selbe Urne, erstere beide mit dem Reuss'schen, letzteresmit dem Ilaakh'schen Schild; Exlibris J. F. Reuss istSpiegelbild von Exlibris J. Kr. llaakh.

Die Exlibris Bernhard Heinrich Wilhelm Koehne,Berlin und St. Petersburg, und Karl Bernhard WilhelmKoekne, Berlin, Steindrucke, c. 1X50, sind gleich in derDarstellung, Bienenstöcke auf Steinbank vor Gebüsch;nur die Vornamen sind verändert; dass zwei Nahver-wandte eine Zeichnung benutzen, sei es aus Intimitätoder aus Ersparnissgründen, ist naheliegend.

Auch aus der neuesten Zeit sind Beispiele beizu-bringen: So wurde das von E. Doepler d. J., Berlin1S8S, gezeichnete Exlibris Otto Freiherr von. Aufscss,Berlin (Regensburg), Wappen von Inschriftsbändern um-geben, noch dreimal für Exlibris kopiert: b'ür J. C. Al-hrecht, Basel, 1894, für Adolf Gcndcr zum I leroldsberg,

*) Abbildung: E. L, /,. II. 4. S. 22.