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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
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83
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Verschiedenheiten, Varietäten. 83

zu legen und dem Zeichner anzugeben, anstatt anderezu kopieren.

Besonders stark im »Anlehnen« an die Zeichnunganderer waren einige Nürnberger Kleinmeister amEnde des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts. Teilswaren gleichmässige Aufträge eines Bestellers an zweiKünstler daran schuld, wie z. B. bei Veit August Holz-schuher, der bei Jost Amman und Hans Sibmacher Ex-libris (1580 und 1600) machen Hess, teils verkehrten dieNürnberger Stecher wie Amman und Sibmacher zwischen1560 und 1591 vielfach miteinander und handelten alsSchüler und Kunstnachkommen Dürers in einem Sinnenach gleichen, oft unter sich besprochenen Ideen, Vor-lagen und Kopien. Man wird bei den meisten Blätternjener Zeit fast nie nachweisen können, wer der ersteZeichner und wer der erste Kopist war; auch hat man-cher Kleinmeister seine eigenen Skizzen wiederholt fürverschiedene benützt; Schüler haben einfach Muster ihresMeisters nachgezeichnet oder oft das von letzterem Be-gonnene in dessen Sinn und Manier vollendet. Fernerwar das reiche Nürnberger Patriciat unter sich eng ver-wandt und verschwägert; dadurch ergab sicli vielfache('•elegenheit, solche Wappen und Exlibris bei einemVetter zu sehen und danach Aufträge zu gleichen Blät-tern, z. B. mit anderem Wappen, aber derselben Um-rahmung, zu erteilen, wodurch sich die Wiederholungeines Motivs oder einer ganzen Zeichnung in vielenFällen erklären lässt. Aus vorgenannten Gründen istauch zu vermuten, dass manche treffliche Exlibrisstichejener Zeit keine Künstlermonogramme tragen; für ganzeigene Arbeit konnte und wollte man solch eine Kopienicht immer ausgeben.