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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
80
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,X<) Allgemeines.

das vor der Schrift ein leeres Inschriftsband zeigt, aufdem sich Eberhard Jodocus Koenig 1763 handschriftlicheinschrieb; das Blatt mit der eingestochenen Schriftzeigt auf dem Bande der Platte: »Kx Musaeo GustaviGeorgii Koenigii de Koenigsthal«, ein Beweis, dass vorder Schrift absichtlich eine Anzahl Blätter zur hand-schriftlichen Benützung für ein anderes Familienmitgliedabgezogen worden ist.

Ein weiterer Grund für Stichvarietäten ist die Aen-derung der Unterschrift bei Titelmehrungen, währendsonst die Platte die gleiche blieb; so hat C. F. J. N. A.von Bertrand Graf von I'criisa, München, c. 1700, der4 Wappen-Exlibris besass, — von denen je 2 sich imWappen und in der Umrahmung ganz gleich waren3mal die Unterschrift umstechen lassen, je nachdemimmer noch etwas hinzukam; dabei stammte die Origi-nalplatte aus dem bayrischen C ieorgi-h'itter-Ordcnskalen-der und wurde erst nach der in diesem erfolgten Ver-öffentlichung als Exlibris benützt.

Eine vierte Erklärung für Stichvarietäten erhelltaus dem Umstand, dass ein Besitzer sich auf einergrossen Kupferplatte 4 Exlibris mit gleichem Motiv, zweioben, zwei unten neben einander stechen liess, um soauf «//mal gleich je 4 Abzüge zusammen zu bekommen.Dass hiebei alle vier Stiche nicht aufs kleinste überein-stimmen, sondern geringe Abweichungen in unwesent-lichen Nebendingen aufweisen, ist naheliegend. Nachdem Drucke wurde das eine grosse Blatt an den mitt-leren Trennungslinien mit der Schere auseinanderge-schnitten und ergab dann vier einzelne Exlibris, wodurchdie grösseren Kosten einer grossen Blatte und der vierEinzelstiche durch geringere Druckkosten wieder etwas