Verschiedenheiten, Varietäten. 79
Bei den sechs letztgenannten war nicht das Bedürf-nis für mehrere Exlibris massgebend, als vielmehrteWunsch, auf den einten ^«^l^Zeichnungen zu besitzen, die von den ver «Exlibris-Künstlern herrühren, - jedenfalls spater einteressanter Beitrag zur Kunstgeschichte unserer Tage,wie eine eigenartige Zierde der Bücher euer Bibhothek.
C. STICHVARIETÄTEN.
Diese sind aus mehreren Gründen entstanden. Ein-mal dadurch, dass eine Kupierplatt,, abgenützt wawollte man sie ferner gebrauchen, so mussto man s.nachstechen lassen; dadurch kamen absichtliche oderzufällige kleine Aenderungen vor, die eine Stich- undAbdruckvarietät ergeben. Heutzutage fällt dies weg,wenn man die Kupferplatte verstohlen lässt, ein Ver-fahren, das erheblich mehr Abdrücke gestattet, als
nicht verstählte Platte. .
Km Beispiel gleich für vier solcher Stichvarietätensind die vier Exlibris Dr. Johann Karl W, Advo-kat in Oberösterreich, ,.»,2, von J. de Lesp.er, che sichscheinbar gleich sind, aber zweierlei Wortstellungen imOberen Vers und viermal andere Schattenstnche an-weisen; ferner die 3 Stichvarietäten Stift Dussen, 1755,und die 16 Stich- (a Grössen- und eine ^genau zu scheidender Färb-) Varietäten Fnednch AugustJlcrzotr von Kraitiisclnvt'ig-Ocls, c. il*9-
Ferner rufen die verschiedenen »Zustande: vo(»avant la lettre.) und mit der Schrift »t^Swhervor, so z.H. beim Exlibris Koenig von Koemgsthah