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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
51
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Inschriften auf Exlibris. 5 I

ist naheliegend. Eigene und fremde Poesie, Sprüchevon Klassikern etc. wurden hierzu benützt. Aus derFülle solcher Inschriften seien nur einige wenige er-wähnt :Deutsch:

Gleichwie die Hien' ans Blumen saugt,

Was zu dem sflssen Honig taugt,

Also bedient Herr Kissling sich

Her guten Bücher nutzbarlich (J. Kissling 1664).

Geliehene Bttcher wiedergeben

Wird oft versäumt von Jung und Alten;

Denn leichter ist's, die Bücher selbst,

Als was darin steht, zu behalten (Johanna Kessler 1S95).

Wer seine Bücher lieb hat, verborgt sie nicht.

(Caroline Arnous 1S9Ö.;

So nahrhaft für den Geist, wie für die Hinnen süsse.

(Trattner 1706.)

In jedem Buche liegt ein eigen Wesen,. Es sind gar schlimme Eeut, die nur ein Buch gelesen (jacobsen 1883).

Französisch:

A mes livres:

Flaisants, je vous aime,

S<5rieux aussi,

Frivoles, de meine,

IV.lanls — merci (J. Flach, Strasburg 18..).

A nies livres:

Chores delices de mon äme,

Gardez vous bien, de me quitter,

Quolqu'on vienne vous emprunter.

Chacun de vous m'est une femme,

( Uli peut se laisser voir sans bläme

Et ne se doit jamais preter (Ch. Mehl, Sirassburg iS..)-

Latein:

Bonitäten! et diseiplinam et scien.ian, doce me (Miller ««••)•Maurit .quam cribris, q«l discere vult sine libris (Seynnger .692).