Druckschrift 
Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen
 

28 Allgemeines.

mclin.stirnreif, Purpurmütze, 3 perlenbesetzte Span-gen (»Durchlaucht«). Die Krone der nicht media-tisierten Fürsten zeigt statt des Hermelinstul])seinen fünfspitzigen Kronenreif (Fig. 3).e. Erlaucht-Grafenkrone (Fig. 5 u. 6): Der Grafen dessog. hohen Adels (ehedem reichsunmittelbar): Sblätt-riger Metallstirnreif mit 4 Perlzinken, darüber rotePurpurmütze; oben bei den Chefs der HäuserReichsapfel, sonst Hermelinschwänzchen (»Erlaucht«bezw. »Erlauchtig Hochgeboren«)./. Grafenkronc des sog. niederen Adels (Fig. 7): Stirn-reif mit 9 Perlzinken (»Hochgeboren«),g. Freiherrnkrone (Fig. 8): Stirnreif mit 7 Perlzinken

(»Hochwohlgeboren « ).//. Adelskrone, Edelleute (»von«) (Fig. 9): Entwederdie alte Adelskrone: Dreiblättrig mit 2 Perlen oderdie moderne, namentlich in Süddeutschland übliche:Stirnreif mit 5 Perlzinken (»Hochwohlgeboren«).Natürlich giebt es in den Details der einzelnenKronen manche kleine Verschiedenheiten, die aber fürunsere Zwecke zu unwesentlich sind, um sie hier auf-zuführen.

Erwähnt muss werden, dass, wenn auch Rangkronenschon seit etwa 200 Jahren vorkommen, manche Wap-pen im 18. Jahrhundert auf Exlibris Kronen haben, derenPerlenzahl nicht den Rang des Wappenherren anzeigen.Es giebt Exlibris und Wappen bürgerlicher Familien,deren Kronen 3, 6, 8, 9 und 12 Perlen, manchmal auchRosen aufweisen. Dies gilt aber nicht allgemein fürDeutschland, sondern hauptsächlich für Frankreich unddas damals gerade hiezu gehörige Elsass. Dort hieltman sich in jener Zeit noch nicht an eine feststehende