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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
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26 Allgemeines.

Neuzeit manchmal verliehen wurde, über dem Schildeeine Rangkrone und gleichzeitig über dieser auch nocheinen (oder mehrere) Helme anzubringen; in Wirklich-keit »tragen« könnte man nur eines, entweder nur dieRangkrone oder nur den Helm, aber nicht beide zugleich,unten die moderne Rangkrone und darüber den altenHelm. Will man also durchaus durch die Rangkroneden Stand des Wappenherren andeuten, so muss manHelm, Helmzier und Helmdecken weglassen und setzedie Rangkrone (nicht in der Luft schwebend) direkt aufden oberen Schildrand; da die Rangkronen nur etwa200 Jahre alt sind, darf daher der zur Rangkrone dar-zustellende Schild nicht frühmittelalterlich romanischoder gotisch sein; man wählt am besten zur Rangkronedie letzte wirkliche Schildform, den unten runden, obenrechtwinkligen Schild.

Die deutschen Rangkronen sind folgende:a. Königskrone (Fig. 1): 5 (sichtbare) Spangen, innenoffen, ausgenommen bei Preussen, deren innererTeil von einer Purpurmütze ausgefüllt ist; auchvon den königlichen Prinzen und den österreichi-schen Erzherzogen geführt (Titulatur; »Majestät«,bezw. »königliche«, bezw. »kaiserliche Hoheit«)./;. Grossherzogskrone: 5 Spangen, innen halbhohe Pur-purmütze (»königliche Hoheit«); sie existiert fak-tisch nicht mehr, da sämmtliche Grossherzöge jetztungefütterte Königskronen führen.

c. Herzogskrone (Fig. 2): 5 Spangen, innen volleMütze; der ältere Herzogshut hat statt des Metall-stirnreifs Hermelin (»Hoheit«).

d. Fürstenhut (Fig. 4): Der mediatisierten Fürsten des.sog. hohen Adels (ehedem reichsunmittelbar): Her-