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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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1 2 Allgemeines.

Hier folgt ein gutes Beispiel aus der Sammlung desVerfassers: Jakob Hainrichmann, Kanonikus zu Augsburg,c. 1520, dessen kräftiger, sauber kolorierter Holzschnittseinen Wappenschild zeigt; »S. M. C.« auf dem Täfel-chen bedeutet die Anfangsbuchstaben seines Wahlspruchs>Spes Mea Christus«; »D. V. I. H.« löst sich in Jako-bus Hainrichmann, Divini Verbi auf.

Die nächstwichtigen Arten der Herstellung vonExlibris sind Kupferstich und Radierung, welche bereitsseit Anfang des 16. Jahrhunderts gefährliche Neben-buhler der Formschneidekunst wurden und die eine vielfeinere Ausführung des Gegenstandes ermöglichten. DerKupferstich ist um 1440 in Südwestdeutschland erfundenund das älteste bekannte datierte Blatt (kein Exlibris)ist von 1446. In dieser sog. Kleinkunst ragen, eben-falls mit Bezug auf Exlibris: Albrecht Dürer, Barthelund Sebald Beham*) hervor, dann Virgil Solis, J. Am-man, II. Ullrich, H. Troschel, M. Zündt, A. Khol, dieCustos, die Sadeler, H. Sibmacher, J. E. Ridinger, dieFamilie Kilian, ferner G. D. Heumann, J. E. Nilson,M. Bernigeroth, J. W. Meil, J. Striedbeck, D. Chodo-wiecki, die Cöntgen, die Fridrich, M. Tyroff, J. G. vonMueller, bis herauf zu W. Unger, C. L. Becker, M. Gube,P. Halm, M. Klinger, O. Greiner, H. Vogeler.

Stabius c. 1530, K. Kentmann 1532, in V. 2 Augsburger Sladtbiblio-thek c. IS3°. in V. 3 Bischof Urban von Gurk 1572, in V. 4 HischofHugo von Konstanz c. 1520, in VI. 3 Hektor l'oemer c. 1520, in VII.4 J. C. Scherb 1598, in VIII. 3 M. PfintalnB d. Acll. 1548, in VIII.4 1). Byrgl c. 1560.

*) Der bedeutendste englische Exlibris-Kupferstecher C. W. Sher-born in London richtete sich in seinen hervorragenden Exlibris oft nachden deutschen Meistern Dürer, II. S. Beham, Aldegrever, M. Le Blond,Virgil Solis etc. Auch G. W. Eve hat an ihnen mit Erfolg gelernt.