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1 (1925) Das Bild der Antike bei den Deutschen
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sie davon, sie rasteten mit dem Zuge, sie flatterten weiter, wenn das Heerweiterzog. Endlich zeigten sich die Wipfel der Palmen, und die schöne Oasedes Ammon empfing den Zug des Königs.

Alexander war überrascht von der Heiterkeit dieses heiligen Bezirkes, der,reich an Oliven und Datteln, an kristallinischem Salz und heilsamen Quellen,von der Natur zu dem frommen Dienste des Gottes und dem stillen Lebenseiner Priester bestimmt schien. Als der König darauf, so wird erzählt, dasOrakel zu hören verlangte, begrüßte der Älteste unter den Priestern ihn indem Vorhofe des Tempels, gebot dann seinen Begleitern allen, draußen zuverweilen, und führte ihn in die Zelle des Gottes; nach einer kleinen Weile kamAlexander heiteren Angesichts zurück und versicherte, die Antwort sei ganz"ach seinem Wunsche ausgefallen. Dasselbe soll er in einem Briefe an seineMutter wiederholt haben: wenn er sie wiedersähe bei seiner Rückkehr, wolleer ihr die geheimen Orakel, die er empfangen, mitteilen. Dann beschenkte erden Tempel und die gastfreundlichen Bewohner der Oase auf das reichlichsteUnd kehrte nach Memphis in Ägypten zurück. (Joh. Gust. Droysen, GeschichteAlexanders des Großen, 1833.)

ALEXANDER UND ATHEN.

Zu achilleischen Taten gab es bald Gelegenheit. Im Feld von Chäroneastießen die Phalangen König Philipps auf das Aufgebot von Athen und Theben,die noch einmal für Griechenlands Freiheit einzutreten wagten. Der acht-zehnjährige Alexander befehligte Philipps linken Flügel und soll der erste ge-wesen sein, der in dieheilige Schar" der Thebaner einbrach. Dort war dieArbeit am härtesten; die ganze heilige Schar blieb auf dem Platz und wurdevon Philipp selber, als er die Nacht darauf mit seinen Zechgenossen possen-reißend übers Schlachtfeld zog, nur mit Erschütterung gesehen. Heute nochvorhanden ist der kolossale Marmorlöwe, welcher nachmals auf dem Grabdieser Thebaner saß. Er war inschriftlos, sagt Pausanias, ihres UnglücksWegen. Aber auch Alexanders Teilnahme wurde nicht vergessen. Noch zuPlutarchs Zeit zeigte man eine Eiche am Kephisos, Alexandereiche genannt,Weil sein Zelt in ihrer Nähe gestanden. Der Kephisos ist der träge, trübe Fluß,der im Norden durch die Ebene zieht, während von Süden die kleine AkropolisUnd das felsgehauene Theater von Chäronea in sie herabschaut. Im Westensteht der Parnass.

Es war nach dieser Schlacht, daß Alexander auch die Stadt Athen zu sehenbekam. Er und Antipater hatten im Namen Philipps ihr den Frieden untermäßigen Bedingungen anzutragen. Die Stadt muß bedeutenden Eindrucka uf Alexander gemacht haben. Und damals konnte in der Tat schon vor denVorhallen ihrer Burg, den Propyläen, der Schritt eines Fremden zögern; denndiese heitere Hoheit, dieser edle Linienfluß, verkündete ein Inneres, das dieG ötter selbst hätten bewohnen dürfen. Drinnen auf der Burgplatte stand zu-nächst die eherne Kolossalfigur der vorkämpfenden Göttin und weiterhin zur"echten ihr großer Tempel, der marmorweiße, gold- und farbenstrahlende

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