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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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334 II. Kap., 2. Abschn. Finanzquellen und Kassenverwaltung.

der Verpflegung nilher bestimmen und danach die Kosten wenigstensannähernd berechnen. Da Friedrich Wilhelm bei Beginn desschwedisch-polnischen Krieges seinen Ruhm als Fürst und Feld-herr noch nicht erlangt hatte, auch die meisten Staaten Europasdamals im Kampfe miteinander lagen und überall die Werbe-trommel gerührt wurde, so mußte er bei Beginn dieses Krieges, umtüchtige Offiziere und Soldaten zu erhalten, die höchsten Soldsätzegeben, die bis zum Ende des Jahrhunderts in Brandenburg-Preußengezahlt wurden *. Das Traktament der Regimentsstäbe betrug ein-schließlich des Services und Pferdefutters nach der Winter-verpflegung im Monat 396 l k Taler bei der Kavalerie und353 8 /* Taler bei der Infanterie, das der Kompagniestäbe 291 Taler,bei der Kavallerie und 171H'« Taler bei der Infanterie; ein ge-meiner Reiter erhielt 6, ein Gefreiter zu Fuß 2 8, 4, ein Gemeiner2 x /a Taler; eine noch höhere Besoldung genoß die Leibgarde, beider jeder Adlige in der Truppe 4Va, der Gefreite 3 1 !», jeder Ge-meine 3 Taler erhielt 2 . Im Sommer verminderten sich diese Sätzedurchschnittlich um 1 U, und schon seit dem Winter 1056 trat eineallgemeine Reduktion der Besoldung ein, welche im folgendenJahre mit etwas mehr als der Hälfte der ursprünglichen Höheihren tiefsten Stand erreichte und sich erst im holsteinischenFeldzuge wieder auf mehr als zwei Drittel der obengenannten Sätzehob. Danach lassen sich die Kosten eines Heeres von 25 000 Mannmit Einschluß des Generalstabes und der Artillerie in den erstenKriegszeiten jährlich auf rund zwei ein Viertel Millionen, in denspäteren Jahren auf je 2 000 000 Taler berechnen 8 , Summen, dienach unserem heutigen Geldwert 26 1 /a und 23 2 /b Millionen Talerdarstellen. Da der Soldat von seiner Besoldung und dem, was der

1 Vgl. die Tabellen bei Schrötter, Heeresverfassung, 56ff.

2 Bestallung des Kapitän Pierre de la Cave bei der Leibgarde z. F., 1. März1656. Geh. St. R. 24, E. 5, fasc. 17.

8 Die Einzelheiten wiederzugeben, würde den Rahmen dieses Bandes über-schreiten. Eine Fülle von Angaben über die Stärke der Heereskörper, die Zahlder Pferde und ähnliches findet sich in den Repertorien 7, 9 und 24. EineKostenberechnung des Staatsministers von Podewils vom Jahre 1747 für dieMonatskosten eines Heeres von 25 932 Mann im April 1655 siehe bei Behre,Statistik, 113144. Eine unveröffentlichte Studie über die Kosten des Heeresvom Jahre 1657, die mir Herr Maximilian Schultze gütigst zur Verfügung stellte,berechnet den Monatssold ohne Artillerie und üeneralstab im November 1657auf 164 344 Taler.