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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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134 I- Kap., 2. Abschn. Die gesamtstaatliche Militär- u. Steuerverwal tung. ' *

den nächsten Jahrzehnten von einem Kassierer oder Sekretär ver-sehen, der meist auch das Auditoriat hei der Artillerie innehatte *;und erst 1688 wurde der Sekretär und Auditeur Christian FriedrichWernicke wieder Kommissar hei der Artillerie genannt 2 . P<r leiteteschon seit einigen Jahren die Verwaltung der kurfürstlichen Artilleriein allen Landen außer Preußen und Kurmark, die erst später ein-hezogen wurden 3 , und übernahm nun auch die Verwaltung derZeughäuser in Königsberg, Kolberg, Magdeburg, Minden, Lippstadt,Sparrenberg und Wesel 4 . Als er andere Verwendung fand, folgtenihm die Kriegskommissare Thersypen 1695 und Georg FriedrichMöller 1007, von denen der letztere schon eine Reihe von Jahrenim Dienste des Generalkommissariats tätig gewesen war 5 . Nebendieser Gesamtverwaltung der Artillerie und Zeughäuser waren derZentralbehörde natürlich auch die Artilleriekommissare untergeben,welche die ins Ausland kommandierten Hilfskorps begleiteten undzunächst dem Oberkommissariat dieser Korps unterstellt waren 6 .Ähnlich wie bei der Spezialwaffe der Artillerie, welche damalsdem eigentlichen Heeresverbaude noch nicht völlig eingegliedertwar und in den Etats eher "mit dem Generalstab als mit derKavallerie und Infanterie als Einheit auftrat, waren auch bei derkaum noch in ihren Anfängen geschaffenen Marineverwaltung 7

1 .lohann Förster bis 167.5; Johann Heinrich Sohr bis Febr. 1676; JoachimFriedr. Magirus bis c. 1685. Gen. Kr. Kassenrechnungen, Kr. Min., 60 ff.

2 So in den Gen. K.-K.-Beehnungen. Seine Ernennung zum Kriegs-Kommissar hei der Artillerie datiert erst vom 1. Jan. 1692. Kr. Min., 193, 1.

11 Bei der Artillerie im Clevischen wird 1678, bei der Artillerie der GarnisonBerlin wird noch 1697 ein besonderer Kommissar erwähnt; nach 1'reuHen gehörtevielleicht der C. Türck, der bei derFuß-Artillerie" genannt wird. Ebenda,14, 71 und Geb. St. R. 24, JJ. 2, fasc. 5.

4 Kr. Min. 70ff. Vgl. auch Hennert, Beiträge, 51. v. Schöning,Nachrichten zur Geschichte der brandenburgisch-prcußischen Artillerie (1844), 72und 116, wo Wernicke seit 1688 alsOber-Zeugmeister" erwähnt ist. WeitereNachrichten über Wernicke s. Acta Bor. 1, 477.

* Kr. Min. 77 u. 88.

9 So der Art.-Kommissar Schardius bei den Truppen in Ungarn. Best.,19. Jan. 1686. Ebenda, 68 und Arch. des Gr. den. Stabs XIV, 3. Er er-hielt die Gelderfür die Artillerie insgesamt" ausgezahlt. S. Instr. des Kriegs-kommissais Mumme vom 13. April 1686, Tunkt 3. Ebenda, s. Akten No. 27 a.

1 Vgl. I'aul, Anfänge der brandenburgischen Marine, XII. Jahresberichtdes Sophiengymnasiums. Berlin 1877. Philipp son, Der (irolle Kurfürst,2l9ff. 1'. Schwebs, Die brandenburgische Marine im Seekriege 1676. Beil.Diss. 1907.