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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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112 I. Kap., 1. Alischn. Die Kntstehung und Ausbildung der Zentralbehörde.

Aufgaben ließ nicht nur keinen Hader zwischen ihnen aufkommen,sondern das Generalkommissariat in diesen Jahren gemeinsamerArbeit an Bedeutung gewinnen. Von den verheißenen Kommis-sariatsräten und Assessoren wurde wenigstens einer ernannt: am1. Juni 1690 wurde der bisherige Sekretär Cangießer, der freilichunter diesem Titel schon eine besondere dem Gehalt nach denOberkommissaren übergeordnete Stellung gehabt hatte, zum Kom-missariatsrat ernannt l . Als besondre Abteilungen im General-kommissariat wurden ihm erstens die Abnahme der General-kontributionsrechnungen aus sämtlichen Provinzen, ebenso dieFortihkations-, Magazin-, Artillerie-, Bau- und Akziserechnungenund die direkte oder indirekte Berichterstattung durch die Kom-missare darüber, zweitens die Aufstellung des halbjährigen General-etats, die er freilich schon seit Jahren bearbeitete 2 , und dritten?auf besonderen Befehl auch das städtische und Landesschulden-wesen aller Provinzen übertragen. Neben Cangießer behielt der1689 zum Oberkommissar ernannte Plärre die Bearbeitung derAkziseangelegenheiten, in denen er mit der äußersten Strenge imfiskalischen Interesse verfuhr, so daß der Geheime Rat im Inter-esse des Handels zur Mäßigung mahnte 8 ; Johann Heinrich Sohrbearbeitete jetzt als General])roviantkomniissar noch immer dieausgedehnte Abteilung der Magaziuverwaltung. In ähnlicherWeise wurden auch dem Hof- und Kammergerichtsrat von Borck,der seit 1689 dem Generalkommissariat angehörte, und einige Jahrespäter dem Hof- und Kanimergerichtsrat Krause einzelne Abteilungenzugewiesen; doch waren diese nicht sachlich, sondern territorialabgegrenzt; Borck bearbeitete alsSteuerdirektor der Kunnark"die märkischen, Krause die halberstädtischen Stände- und Steuer-sachen, deren Einlauf ihnen in Danckelmans Anwesenheit durcheine Bandnotiz von seiner Hand zugewiesen wurde 4 . Diese Be-

6./16. Mai 10'.)« zeichnet Danckelman zwei Kdikte in Kirchensachen. Geh. StR. 122. No. 5, a. 1, vol. I.

1 Bestallung im Kr. Min. Das Datum 1. Juni ist nicht sicher lesbar, eskann auch 1. Sept. heilten. Konz. gez. Eh. v. Danckelman, s. Akten No. 32.Vgl. auch Breysig, Die Kommissariate, 147149.

2 S. Instruktion für den Kurprinzen, l'otsdam, 17. Juni H!8(i. Geh. St.R. 21, 136 x.

" Geh. Hat an den Kurf., Colin, 4./14. ,Iuni 16U7. Geh. St. K. 21, 35b.4 Einige Heispiele im Geh. St. Gen.-Dir. Pommern, (Joutr. Sachen No. 1und 1 d, unter denen sich einige wichtige Überreite der kurmärkischen Steuer-