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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
Seite
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104 I. Kap., 1. Abschn. Die Kntstehung und Ausbildung der Zentralbehörde.

Neuerungen, die er vornahm, und auch hier hatte er schon seit107t> Joachim Ernst von Grurabkow, der zum Adlatus des General-kommissars ernannt war, als einen Helfer neben sich, der ihn anGeschäftskenntnis und Arbeitskraft noch mehr als Meinders über-ragte und die Ausarbeitung der Konzeptead mandatum Glade-becks", wie es häufig heißt, schon selbständig übernommen hatte l .Gladebeck selbst fühlte sein Unvermögen, die übernommene Lastzu tragen 89 sehr, daß er den Kurfürsten schon nach wenigenJahren um Entlassung aus seinem Amte bat. Der Kurfürst ent-ließ ihn zwar auf diesessein untertänigstes Ansuchen" vomGeneralkommissariat und ernannte ihn im Frühjabr 1(378 zumIlofkammerpräsidenten, doch sollte er die im Geheimen Rat vor-kommenden Militärsachen weiter respizieren und revidieren undauch solange der Krieg währte, als Geheimer Rat und General-konunissar weiter besoldet werden 2 . Nach dreijäbriger Tätigkeitin seinem neuen Amte ist er im August 1081 gestorben 8 , seinAdlatus war inzwischen schon sein Nachfolger im Generalkommis-sariat geworden.

3. Joachim Ernst v. Grumbkow und Daniel Ludolf Danckelman.

Grumbkow war der erste Militär an der Spitze des General-kommissariats, aber dabei zugleich mit außerordentlichen Kennt-nissen für den zivilen Verwaltungsdienst ausgestattet. Er waraus altem pommerschen Geschlechte, am 29. September 1637 ge-boren, hatte in Rostock studiert, war nach der üblichen Bildungs-reise durch Frankreich und Italien 4 in das Regiment des GrafenDonna getreten und bald Leutnant und Hauptmann geworden.Wegen seiner Begabung und seiner in Oeconomicis erlangtenErfahrung" wurde er schon früh in der Kammerwaltung verwendetund 1U71 unter Belassung seines militärischen Ranges zum Amts-

1 AuchHerr v. (iiumhkow c." (coneepit) oder nurVon H. v. Or." heißt derKanzleivermerk öfter, während am Schluß des Konzeptes (iladebeck zeichnet.

' Instruktion vom 4./14. Mai 1678, Tunkt 16 u. 10. Breysig, Finanzen,Akten No. 6. Über seine Tätigkeit in der Hofkammer ebenda, 35ff. Urk. u.Akt. V, 947.

3 Nach Joh. Francke, Vita, am 7. August, nach Fischbach, Hist.-pol.Beiträge, am 18. August.

4 Vgl. über, diese Form der Bildung Carl Tetersen, Erziehung undBildung des Kurmärkischen Adels im 17. Jahrhundert, Veröff. des Vereins fürAltmärk. Gesch. 1912.