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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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Franz Meinders und Bodo von Gladebeek. ]03

dagegen ist im Vergleich zu der Instruktion Meinders' von 1009nur kurz die Rede: Gladebeek wird auf Grund des ihm über-gebenen Etats der Einnahmen und Ausgaben die Beförderungeiner richtigen Verwaltung und Rechnungsablage der Einnehmeranempfohlen und bezüglich des Einlaufs der holländischen Sub-sidien eine nachdrückliche Ermahnung bei den zustandigen Stellenzur Pflicht gemacht l . Die wirkliche Arbeit in der Steuerver-waltung blieb eben in den Händen von Franz Meinders, der dafür auchseine besondre Besoldung aus der märkischen Metz- und Lizent-kasie weiter bezog 2 . Auch noch in den folgenden Jahrzehntenverwies während der Abwesenheit des eigentlichen Generalkommissarsvon Berlin der Kurfürst den Statthalter und die Geheimen Räteöfter ausdrücklich in allen Heeresangelegenheiten „in den Expedi-tionibus militaribus, Kommissariats- und Kontributionssachen undwas davon dependieret" auf Meinders, der von diesen Dingen diebeste Kenntnis habe 3 . Vor allem führte er das wichtige Werkder weiteren Einführung der Akzise in den mittleren Provinzen,womit er 1<>74 in Minden begonnen hatte in den siebziger Jahrenweiter fort und knüpfte damit das Netz der Zentralisierung immerfester*. Auch die Verhandlungen beim Kaiser und anderendeutschen Fürsten wegen der Reichsquartiergclder führte der Un-ermüdliche in der Hauptsache, während Gladebeek nur selten undweniger wichtige Missionen erledigt". Nur im Etatswesen scheintGladebeek einige Verbesserungen vorgenommen und für die Kammer-und Heeresetats eine strengere Trennung angebahnt zu haben.Aber es waren nur Einzelmaßnahmen und keine durchgreifenden

1 S. Akten No. 16 a.

■ Vgl. deren Rechnungen 1670 ff. im Geh. St., Gen. Dir. Kurmark, tit. 278, 2.— S. weh Strecker, Kranz von Meinders, (11 IV.

8 So 1677 und 168«. Strecker, a. a. 0. 66—68. — Auch 1091 zeichnetMeinders noch die Konzepte in Militärsachen, während der Generalkommissar imWesten weilt. 'S. Arch. des Gr. Gen. Stabs. XVII, 5. — Vgl. auch die Rela-tionen des Geh. Rats Geh. St. 11. 21, 136 u.

4 Die Konzepte für Minden z. B. zeichnet einige Male Sonmitz, einmal nurGladebeek, die meisten Meinders und seit 1676 auch Grumbkow. Geh. St.Gen.-Dir. Minden tit. 59, Sect. II, No. 1. — Auch die Untersuchung der clovisch-miirkisehen Landesmatrikel leitet bis 1685 Meinders. Gen. Dir. Grafschaft Mark,tit. 208, Sect. I, 1 u. 2.

" 1675 verhandelt Meinders in Mühlhausen, 1676 in Wien, 1677 in Dresdenusw., Gladebeek in Paderborn, R. 68, 25—26, 33, 88 a. — Vgl. auch R. 21, 186 x>ind die Akten im Arch. des Gr. Gen. Stabs XI, 5 u. 7.