Worte. Wörter» u. Will,kührliche Ausdrücke durch dieStimme. V- Diese heißen W ö r-ter, sofern sie einzeln für sich be-trachtet werden hW.ortc, sofernsie einen zusammenhängendenSinn ausdrucken. Daher ist einLexicon ein Wörterbuch, undnicht einWortebuch. Dagegenpredigt man über die Wortedes Textes, und nicht über dieWörter desselben.
Wucher. Zinse, si- Das, wasuns jemand für den Gebrauch desGeldes giebt, das wir ihm leihen-D. Zinse» nennt man dies injedem Falle. Unter Wucher-ersteht der gemeine Sprachge-brauch unrechtmäßige Zinsen,d. i. solche, die höher sind alserlaubt ist.
Wunder». Befremden, j',.BeydeS sagt man von Dingen,die uns unerwartet scheinen. V.Was uns wundert, das ist »nsdadurch unerwartet, daß es etwasNeues für uns ist. Was unsaber befremdet, das ist unsdadurch unerwartet, daß es vonGesetzen abweicht, die wir unsals gültig denken- Denjenigen,der von Automaten noch gar keine! Idee hrt, muß es wundern,wenn er die Bewegungen dieserMaschinen zum erste» Male siehct.Sie sind ihm dann etwas ganzNeues. Den Kenner der Mecha-nik aber würde es befremden,solche Bewegungen daran wahrzu-uehmen, die ihm den mechanischenGesetzen entgegen z» seyn schienen.— Wen» vqu sittlichen Gegen-" ständen die Rede ist, so enthaltBefremden einen verstecktenVorwurf, Denn ss führt alsdann
auf den Begriff einer Abweichungvon sittlichen Gesetzen. Ich habediesen Mann immer geachtet; da-her befremdet mich sein Be-tragen.
Wurm. Nagel. Schuß, ü.Gemütdszustande, die zu seltsa-men Handlungen verlege». V>Sofern eia solcher Zustand aufseltsamen Ideen beruht, Hecht erein Wurm; und wenn diese selt-same» Ideen darin bestehen, daßei» Mensch von seinen Vollkom,menheile» eine übermäßige Ein-bildung bat, die ihn verleitet, sichbis zum Lächerlichen stolz und hoch-mütig zu betragen; so hat eceinen Nagel. Rousseau hatte-einen Wurm aber keinen Nagel,als er sich einbildete, daß sich dieganze Welt wider ibn verschworenhabe. Line» Schuß hat drrjeni,ge, der bis zum Lächerlichen ver-liebt ist.
würhen. Toben. HessinBewegungen machen. V To-be n bezeichnet diese Bewe-gungen bloß als Bewegungen»die Lärm und Getöse verursachen.Wüthen bezeichnet sie als Aus-brüche einer wilden Leidenschaft,und zwar insonderheit derWuth,d. i. eines hoben Grades von Zorn.Daher kann i) Toben von denlärmenden Ausbrüchen aller Lei,dcuschaflen gesagt werden, Wü-then aber nicht. Fröhliche Trin-ker tobe» bisweilen nicht wenig,aber sie w ü t b e« nicht. 2) Wennvon leblosen Dingen die diese ist,so wird dieser Unterschied ebenfallsbeobachtet. Das Meer tobt,beißt bloß: es macht heftige Be-wegungen, die ein großes Getöseverursachen. Es wüthet, willZ r sagen: