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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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. demjenigen Würde beygekegt, derdurch sittliche Große Achtungverdient. Nur in einigenZns.mimcus. Hungen, als: st r a frw ü r d i g re. wird w ürd > a seyndurch eine aussteigende Synekdochefür Verdienen überhaupt gernomine».

Verdruß, 'kg er. v E!n l,b»haflarcs Mißvergnügen über freyeHandlungen. V Verdruß be>zeichnet bloß dune unangenehmeEmrftnduug selvst, Ärger zurgleich auch das Anschaueu desDösen, waS sie verursacht. DerÄrger enthalt daher auch einBestreben, dieses Bose z» ent»fernen oder zu bestrafen. Des-halb ist auch der Ärger ein thä-tigcr, der Verdruß hingegenein »iedc.schlagcnder Affecc.Aus diesen Unterschied scheint schondie Ableitung h»,zuweilen. DennVerdruß kömmt her von llrör,Beschwerde, und gebt also bloßauf die beschwerliche Empfindung.Hingegen Ärger, von Arg,böse, weiset ans das Bose, wo,dutch diese Empfindung erregtwird.

Verdrießlich. Ärgerlich.Grämlich. Launisch. Mür«risch, st. Wer ein lebhafteresMißvergnügen empfindet und äu-ßert. V. Verdrießlich undÄrgerlich unterscheiden sich vonden übrigen Ausdrücken dadurch,daß sie im eigentlichen Sinne einMißvergnügen über freye HanLrluugenändeuten (S-d vor. Art-).Der Unterschied unter ihnen selbstwird durch den Unterschied zwirschon Verdruß nud Ärger be-stimmt. (S- d. vor. Art.); undaußerdem kann auch Ärgerlich

eine fortwährende Neigung anzei»gen. Ei» ärgerlicher Menschist geneigt, sich bey jeder Veran-lassung zu ärgern. Grämlich(von Gram) unterscheidet sichLurch-den Nebep.begriff des Kla-geus und Iammcrus. Hingegender M ürrische tadelt und schiltbeständig. Der Launische istverdrießlich, ohne zu wissen,warum? so wie er auch auf ebendie Art wieder vergnügt werdenund so aus einem Zustande inden andern übergehen kann, ohnesich einer Veranlassung bewußt zuseyn. Solche G-mürhszustände,wovon man sich keiner Gründebewußt 'war, schrieb man demMonde zu, wie das Wort L a u n c,von I.un», der Mond, anzeigk.verführen. Verleiten. Be-kriegen u. Jemanden durchTäuschung wozu bestimmen. D.Verleiten heißt bloß: jeman-den durch erregte falsche Vorstel-lungen wozu bestimmen, sollte cSauch nur dazu seyn, daß er etwasfür wahr hält, was nicht wahrist. Verführen aber heißt:durch falsche täuschende Vorstel-lungen sinnliche Begierden beyjemandem erregen, wodurch erbestimmt wird, etwas zu thunoder zu leiden, was nicht recht ist.Verführen ist Lader ein härte-rer Ausdruck als Verleiten.Ein uichtswürdiger Wollüstlingverführt ein unschuldiges Mäd-chen, und ein Gaukler verlei-tet di-Unwissenden, zu glauben,daß ihm höhere Kräfte zn Gebotestehen. ' Bctricgen sagtman von dem, der eine erregteErwartung täuscht» die wir, imVertrauen auf sein Wort gefaßthabe»;