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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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verwandelt werden kann (S.d.vor.Art.) N ur hat W a n d e l b a rnoch Len Nebeubegnff: daß esinsonderheit das bezeichnet, wasleicht in etwas Schlechteres ver-wandelt werde» kann. Einwandelbares Haus kann leichteinsiürzeu und in einen Schutt-haufen verwandelt werden.

Verändern. Wechsel», ü.Machen, daß etwas nicht dasselbebleibe. V. Wechseln heißt:an der Stelle eines Dinge» einanderes, oder an die Stelle einerBestimmung eines Dinges eineandere setzen« Verändert wirddas Ding, in welchem Bestim-mungen wechseln. Mau wech-selt die Kleider, wenn man stattder bisherig.» andere anzieht-Man verändert ein Kleid,wenn man ihm eine andere Formgicbt.

Verbannen. verweis« n.Vertreiben. Verjagen,ri. Machen, daß Etwas seinenOrt verlassen muß. V. Ver-treiben geschieht durch Gewalt,Verbannen durch Befehle.Verbannen kann man daher'nur Personen, Vertreibenauch andere Dinge. Dieje-niaen, die bcy der letzternRevolution freywillig aus Frank-reich auswauderle», wurden nichtvertriebe». Eie wurden abernachher durch grausame G.sitze,die ihnen die Rückkehr verbeten,verbannt. Im Winter ver-treibt man die Kalte durch dieGewalt des Feuers, aber manverbannt sie nickt. Ver-weisen setzt zu dem Begriffe desVerbanucns noch hinzu: daß demVerbannten ein Ort angewie-

Ver

sen werde, wohin er sich begebensoll, als: nach Sibirien ver-weisen. Wird ein solcher Ortdabey nicht genannt, so deutetes bloß an: daß dem Verwie-senen angedeutet werde, dasLand zu verlasse», und sich über-haupt anderswohin zn begebe».Vertreiben und Verjagenunterscheiden sich wie Treiben undJagen. (S- diese» Art.)

Verberge». V e r st e ck e n.Verhehlen. Verheimli-chen. Verschweige». ü.Machen, daß etwas nicht bemerktwerde. V Man verbirgt abereine Sache, um sie in Sicherheitzu bringen. Wenigstens bat Ver-borgen ursprünglich diesen Ne-benbegriff ; wie aus dem Stamm-worte Berge» erhellet, wovonGeborgen soviel als Sicherist. (S- Geborgen rc.) Man hatiud-ssen die Bedeutung so weiterweitert, daß alles, was nichtbekannt ist, verborgen genanntwird. Man versteckt eineSache, damit sie nicht gesehenwerde; wenn dies auch nicht zurSicherheit geschieht. Die Kinderspielen Verstecke» aber nichtVerbergen« Man verstecktaber eine Sache vermittelst ande-rer »»durchsichtiger Dinge, wo-durch man sie den Auge« entzieht.Hieraus weiset das Stammworthin. So steckt man einenDegen in die Scheide, ein Tuchi» die Tasche re. Verschwei-ge» siußt bloß: etwas durch sei.,eRsd^li nicht bclamik machen.Man verhehlt aber etwa»,wenn man aus Interesse hindert,daß es denen nicht bekannt werde,die ein Interesse haben, cs zuwissen;