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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
328
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Die Wände sind Th eile einesHauses. Drey Stück Ziegelnaber sind drey von den Dingen,welche zusammen die Art vonKörpern ausmachen, die wir Iie-geln nennen. Antheil heißtein Th eil, sofern jemand einRecht an oder auf dermlben bat.Mein Antheil an einer Erb«schalt ist der Tb eil davon,worauf ich ein R cht habe.

Th ei len. Einrh eilen. Ab»rheilen. Zerrheilen. u.Theile unterscheiden. (S- d. vor.Art.) V. Th ei len bezeichnetdiesen Begriff ganz allgemein.Ei nt hei len heißt: »ach einergewissen Regel oder Ordnungtheile»; und unterscheidet sich da-durch von Abtheile», daß esauch bloß in Geeanke» geschehenkann; indeß das Abt hei lendie gemachten Theile immer durchäußere, in die Sinne fallendeZeichen bemerkbar macht. Manbat seinen Garten schon ein ze-ih eilt, wenn man nur in Ge-danke» die Theile desselben be-stimmt hat. Wenn man aberdiese Theste durch gezogene Fur-chen abgesondert hat, so hat manihn abactheil t- Die nie-driger» V griffe, die unter einemhöhern enthalten sind, stellen dieTheile vor, welche zusammendie ganze Sphäre dieses hoher»ausmache». Daher sagt man,daß man einen Begriff eint hei-le, wenn man die niedriger» Be-griffe aufzahlt, die er unter sichenthält- Zertheilen heißteigentlich: Theile von einandertrennen, so daß sie hernach fürsich bestehen, aber nickt gerade«ach einer bestimmten Ordnung.

Ts kann daher eigentlich nur vondemT heilen einesKörpcrs gesagtwerden; und wenn es von unkbr-perlicken Ding:» uneigentlich ge-braucht wird so lührt es auf denNebenbeqriff: daß ihre Theile zusehr, oder ohne Ordnung, ge-trennt seyen.

hier. Dich. Geschöpfe,die eine nicht vernünftige Seelehaben- V. So weit kommen beydeWörter übereni. Denn sonst be-zeichnet Thier auch jedes Ge-schöpf, was Leib und Seele hat,und begreiftauch die vernünftigen,also auch den Menschen, untersich. Darin liegt auch der Grund,warum Thier edler ist, alsVieh. Wenn aber bloß von ver-nuicktlosen, beseelte» Geschöpfe»die Red? ist, so unterscheidet sichThier wieder dadurch von Vieh,daß alle diese Geschöpfe ohne Aus-nahme Thiere, und nur diejeni-gen Vieh heißen, die sich derMensch zu seinem Gebrauche hältund ernährt! z. B. das Zug-vieh, das Schlachtvieh».

, Denn kok bedeutete ehemals Ei-genthum überhaupt. Daher sindz. B. die Insekten und Würmerallerdings Thiere, aber keinVieh.

hräne. Zähre- jj.' Wasser«tropfen, die aus den Augen rin-nen. V. Thräne bezeichnetdieselben allgemein; also auchdann, wenn sie aus bloß mechani-schen Ursachen entstehen, z- B.durch Rauch, der in die Augenkömmt. Denn Thräne ist mitRinne» verwandt, und bedeu-tet daher ursprünglich jeden rin-nenden Tropfen. Zähre» hei-ßen nur diejenigen Thränen»diedurch

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