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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
311
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henden Beweglichkeit bat, undwird daher insonderheit von demLächerlichen gesagt, was durcheine gewisse naive Munterkeit gc-fällt.

Schonen, verschonen. ü.

Einem Dinge ein übel nicht widerefahren lassen. V. Dies kanntheils dadurch geschehe«,, dass wirselbst unterlassen dem Dings dasribcl zuzufügen, ob wir gleich dieMacht»»- das Recht dazu batten;th'ils dadurch, daß wir bewirken,daß es ihm von andern Dingen Schreibe»,nicht zug fügt werde. Vcrschor schreiben,ncn bezeichnet nur das erste,

Schonen aber sowohl das ersteals das andere. Man verschontund schont denjenigen, dem maneine Beschämung absichtlich nichtzuzicht, die er verdient hatte.

Man schont hingegen seine Gersundbeit, indem man Sorge trägt,daß sie nicht durch den Einflußschlechter Witterung u. s. f. leide.

D es kann aber nicht Verscho-nen genannt werden.

Schreibart. Sr«-l. Dicrion.

Ton. ü. Das Anfällige in dwArt und Weise, wie die Haupt-gedanken in einer Rede dargcstelltsind. V. Schreibart (genugöicsnül) bezeichnet diesen Begriffschlechtweg. Sie liegt theils inden Nebenoorstellungen, womit dieHauptgedanken verbunden, theilsin den Bildern, worin sie einge-kleidct, theils in den Ausdrücken,wodurch die Gedanken bezeichnetwerden. Die Schreibarteiner Rede heißt aiich ikr Stp l.

Der letztere Ausdruck aber ist all

Hauptideen dargestcllt sind. Monicht bloß Reden, sondern auchdie Werke der Malerei), der Ton-kunst re haben ihren Styl.Dictio» ist di' Schreibarteines einzelne» Schriftst^lers odereines einzeln- n Werks Tonheißt der Sty! in Absicht aufdie herrschende Empfindung, dieer erregt. Der Ton eines Ge-dichtes ist mckancholisch, wennseine Schreibart melancholischeEmpfindungen erregt.

Brief. Send»U. Eine schriftlicheAnrede an eine oder mehrere ab-wesende Personen. V Schrei-ben bezeichnet eine solche vonSeiten ihres Inhalts, Briefvon Seiten ihrer äußern Form.Denn Schreiben bezieht sichauf die geschriebenen Worte,und Brief (von dem lateim chenbrevs, kurz) zunächst eigentlichauf die Kürze, n»d dann auf dieäußere Form überhaupt. Mansagt daher Schreiben oderBrief, je nachdem aus den In-halt gesehen wir- o-cr nicht. Be-trübten schicht mau ein Tro fi-sch reiben, der Briefträgeraber heißt nicht Schreiben-träger, weil hier auf den Jndaltder Briefe gar nicht gesellenwird. Ein Sendschreibenist ein Schreiben, was entwederdurch die Personen, an welche csgesendet wird, oder dnrch dieWichtigkeit und Ausführlichkeitseines 'Inhalts eine besond-rcFeycrlickkeit bekommt. (S. Schi-cken. Senden.)

gemeiner, und bedeutet das Zur Schreien. Ruhen, ü. M tfällige in der Art und Weise, wie angestrengter Stimme einen Lautin einem Werke überhaupt die hevorbringen. V. Das Rufen

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