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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Scha 504 Schä

gleich schmerzhaft ist/ z. B. Schlä-ge, oder ekelhaft, z. B. das An-speyen, heißt Schmach (conru-nwlm) E>ue feinere Empfindlich-keit aber kann schon eine ver-ächtliche Behandlung, die nurgeistige Schmerzen verursacht,Schmach nennen.

Scharf. Scharfsichtig.Scharfsinnig. Fein.Durchdringend, ü- DieleWor'er kommen in der uueigent-lichcu Bedeutung überein , wo-nach fie von dem Erkenntnißver«mögen gesagt werden, sofern esdie Fenigkeit hat, etwas zu ent-deck.», was zu entdecken nichtleicht ist. V. Scharf drucktdiese Fertigkeit aus, sofern sie ausich, bloß als eine gewisse Voll-kommenheit des Erkeimtnißver-mdgeus betrachtet wird; scharf-sichtig bezeichnet dieselbe inHinsicht auf ihre Wirkung, dasleichte Entdecken denen, was de»meisten entgeht. Wer einen sch a r-fcn Verstand hat, der ist nichtLumm (s. Albern rc.); sein Ver-stand hat einen höher» Grad vonVollkommenheit-Der scka. fsi ch-tig« Verstand bemerkt ebne großeAnstrengung, und ans den erstenBlick, wa>, die meisten gar nichtoder nur mit, Mühe entdecken.Der Scharfsinnige istscharfsichtig in Entdeckungder Unterschiede ähnlicher Dinge,und je ähnlicher diese Dinge, jeversteckter also ihre Unterschiedefind, desto größerist derScharf-sinn- -- Der feine Verstandentdeckt das, was wegen seinerKleinheit schwer zu bemerken, ist,und? daher von einem gewöhnlichenVerstand« übersehe» wird- Der

durchdringende Verstanddringt gleichsam in das Innereder Dinge ein: er entdeckt dieverborgensten Bestimmungen derDnige und ihre verborgenste»Gründe.

Scharf. Strenge, u. Wergegen Fehler keine Nachsicht bat.V. Scharf gehet auf die Ge-nauigkeit in Entdeckuna und Be-merkung der Fehler; Strengeauf die Genauigkeit in Bestrafungderselben. Ein scharfer Kriti-ker eines Kunstwerkes Übersichtkeinen Fehler desselben, sonder»bemerkt alle, auch die kleinsten.Ein strenger Kritiker laßt kei-nen Fehler ungeahndet, sonder»giebt sein Mißfallen daran undseinen Tadel ohne Nachsicht zu er,kenne», und laßt sich durch keineFreundschaft oder andere Rück-sichten bewegen, etwas davonnachzulassen. Wenn Strafenscharf und streng genanntwer-den, so druckt scharf aus: daßsie sehr empfindlich sind; undstreng: daß sie ihr höchstes Maaßhaben und durch keine Nachsichtgemildert sind-

Schärfen. Weyen. Schlei,fen. ü- Etwas scharf oder schar-fer machen. V- Wetze» undSchleifen bezeichnen Handlun-gen, wodurch man dies bewirke»will, ohne Rücksicht auf die Wir-kung. Hingegen Schärfe» be-zeichnet die Wirkung, nämlich dasSchärfermachen, ohne die Hand-lung, wodurch cS geschieht, naherzu bestimmen. Man wetzetaber schneidende Werkzeuge, damitsie scharfer schneiden sollen, undzwar dadurch, daß man fie aufeinem andern Körper hin und herstreicht.