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gewisse Fertigkeit dazu bat; dieseFertigkeit mag durch Übung entrstaudeu oder angeboren s>vu. Da»her wird Gewohntsey» auchnur von lebenden Wesen getagt,den denen eine Fertigkeit denkbarist. Pflegen auch von ander».Im Winter pflegt bey uns dasWasser zu frieren; aber nicht: csist gewohnt zu frieren. Aberein träger Mensch pflegt undist gewoh »t, langes, schürten.
Pflicht. Obliegen hei c.Schuldigkeit, ü. Das, wo-zu man verbunden ist. V Pflichtheißt dies inj.dem Falle. Schul-digkeit ist eine Pflicht gegenAndere; sie ist etwas, was manAndern zu leisten schuldig ist.Eine Pflicht gegen sich selbstnennt man daher nicht eineSchuldigkeit. — Oblie-genheiten heißen die Pflichten,sofern sie als beschwerlich, gleich-sam als Lasten betrachtet werden,die auf uns liegen.
Pfuscher. Stümper, st. Wergewisse Werke nicht anders alsschleckt machen kann. V Stü m-per bezeichnet einen solchen allge-mein- Denn es ist mit Stum-meln verwandt, und deutet-alsoauf ebnen Menschcn, der ver-stümmelte, d. i. solche Mel kehcrvorbringt, denen die gehörigeVollkommenheit fehlt. — EinPfuscher (von Pfuschen,eilfertig arbeiten) ist derjenige,der darum ein Stümper ist, weiler seine Kunst nicht lange genuggelernt hat, oder die Regeln der-selben zu eilfertig und darumschleckt in Ausübung bringt. —Da Key den zunftmaßige» Knülleneine bestimmte Lehrzeit erfordert
wirb, ehe jemand das Meister-recht erwerben kann; so hat Pfu-sch er in der rechtlichen Spracheauch die Bedeutung bekommen;daß es denjenigen anzcigt, der i»einer gewissen Kunst für sich selbst(nicht als Lehrling oder Geselleeines Meisters) arbeitet, ohnedaS zunftmaßige Meistcrrecht ge-wonnen zu haben. In diesemSinne kann ein Pfuscher einvortrefflicher Arbeiter, und dage-gen ein zunfrnraßiger Meister eiaStümper seyn.
Phaurasie. Einbildungs-kraft. ji. Das Vermögen, sitzGegenstände der Sinne oorznstel«len, ohne sie dmch die Ginnewahrzunehme». V Veyde Wör-ter sind zwar ursprünglich gleich-bedeutend. Denn E > nbildungs-k r a f t ist dieübersetzung von in-ezi-uiirio, und dieses von dem griechi-schen Phantasie- Alle n dergegenwärtige, gemeinste Sprach-gebrauch macht folgenden Unter-schied. Einbildungskraftdruckt das beschriebene Vermögenschlechtweg aus. Phantasiebezeichnet dasselbe, sofern cs dich-tet, d- i. aus den von den Sin-nen erhabenen Vorstellungen,Lurch Zusammensetze» und Tren-nen, neue Vorstellungen bildet.—Die Schöpfungen der sich selbstüberlassenen Embildiingskras. sindaber regellos und unordentlich;und durch Vieles Merkmal unter-scheidet sich die Phantasie,als sinnliches Dichtniigsvermögen,von dem v-rstand gen. Wegendieses Ncbenbegriffs der Phan-tasie wird auch z. B- von einemKranken, der irre redet, gesagt:daß er phantasiere.
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