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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
243
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Lack

Lach 24z

seyn, wie in einem Mistpsuh >le, cs kann aber auch rein scy»,wie in den Pfühle», die mani» manchen Feldern findet, worinsich bisweilen auch Fische aufhalrtcn, die man Pfuhlfischenennt. Eine Pfütze ist eiakleiner Pfuhl, der leicht aus-trocknet. Wenn es geregnet hat,so stehen auf den Straßen hieund da Pfützen. EinSumpf uuterlcheidet sich da-durch, daß er einen weichen, mo-rastigen Boden hat, wo man ein»sinkt, wie die Abstammung resWorts von Sinken zu erkennengmt. Lache, von rem la-teinischen I«eus, lacuna, wirdhauptsächlich nur in Oberdeutsch»la»d gebraucht, und bedeutet da-selbst das nämliche, was P fühli» Niederdeutschland bedeutet-

: Teich und Weiher unterschei-

den sich von den übrigen Wörterndadurch , daß sie durch K'»st ge-- machte Wasserbehälter bezeichnen.

! Weiher ist iu Oberdcutschland

gebräuchlich, wohin es durch dasfranzösische vivier gekommen ist.

! Teich ist das NiedersäcksifcheDyk, Deich, ein Damm, wo-durch der Ein- und Ausstuß desWassers verhindert wird. BeydeWörter sind also völlig gleichbe-deutend, und nur aus verschiede-nen Mundarten hcrgeuommen.

Lächerlich. Belache ns«werrh. Komisch, possier-lich. ü. Was Lachen erregenkann. V. Belache» s werthist das, was verdient belacht zuwerden; Lächerlich, was wirk-lich Lachen erregt. Das K o-mische ist das Lächerliche in denHandlungen. Denn eine Komö-

die, wovon Komisch abstammt,ist ein Werk der dramatischenDichtkunst, und also eine Dar-stellung von Handlungen. DasPossierliche ist zunächst dasLächerliche in dem Gebehrdenspieleund in den Bewegungen. DennPosse lautet bey: den AltenBoß, und dieses bedeutet Ge»behrde, wovon BoKierer.Sodann hat Possierlich denNebeubegrisf des Kleinen. Kindersind possierlich, wem, sie z. B.die gravitätischen Gebehrde» undBewegungen alter Pedanten nach-ahme».

ackev Diener Bedienter.

Eine Person, die im Diensteeiner andern ist, um ihr aufzu-warten- V. Diener und Be-dienter unterscheiden sich, auchwen» von der häuslichen Gesell-schaft die Rede ist, eben so, wiees oben anaezeigt ist. (S. Be»dienter. Diener') Ein Lakeyist ein Hausdiener, der Livreetragt, und zum Verschicken undzur Begleitung seines Herrn ge»braucht wird. Dieses Wort ist inseiner gegenwärtigen Form ausdem Französischen zu uns ge-kommen, »>id ist nichts andersals das verdorbene Knecht.Denn in der altern Sprachelautet daquei auch dk-guet; unddieses ist die Aussprache vonKnecht, die das K unterdrücktund. das CH in K ve, wandelt.Knecht, Landsknecht hieß aber eiuSoldat zu Fuße, der dem Panierseines Herrn solgte und mir sei-nen Farben und Wappen beklei-det war, welches der Ursprungunserer heutigen Livreen istQr Lage.