Druckschrift 
Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
231
Einzelbild herunterladen
 

Kla 2zr Kla

zelchnet es den Naturlaut einigerVögel-' Die Turteltauben kir-re». Im Hochdeutschen ist die»scs das weichere Girren-Körnen stammt ab von Korn,Körner, und bedeutet also cigent- Rlich: durch hingestreute Körneranlockcn. Allein durch eine ge-wöhnliche Synekdoche wird Kör-nen auch von Raubthieren ge-sagt und ihre Lockspeise Körnunggenannt, sie bestehe, worin siewolle. Ködern (von demGothischen Kiör, im SchwedischenKon, Fleisch, im Niedersachsi-scheu Kün, Eingeweide) bedeu-tet: durch das Fleisch von Thie-ren anlocken, z. B. die Fischedurch die Würmer an der Angel;und Köder bezeichnet nur einesolche Lockspeise.

Llamm. Lnapp. ü. Was ei-nen Körper in einen sehr engenRaum einschließt. V. Klammist das, was in einen kleinernRaum zusammengepreßt ist unddaher das darin Enthaltene engereiuschließt. Von der Kälte wer-den die Hände klamm, d. i. zu-sammengezogen und steif. Klam-me Schuhe sind so enge, daß sieden Fuß zusammen presse«, oderklemmen. Knapp ist einKörper, der gerade so viel Raumeinnimmt als nöthig ist, und nichtim mindesten mehr. Eine knappeMeile enthält nicht den gering-sten Überschuß über eine Meile.Das Wort ist mit Genau ver-wandt. Was klamm ist,das ist zu knapp. Was aberknapp ist, das ist nicht immerauch klamm. Dieser Unter-schied liegt auch bey dem unei-gentliche« Gebrauche dieser Wör-

ter zum Grunde. Knappe Ein-künfte sind zur Noth hinreichend;in klammen Zeiten aber fehltes oft an den nöthigsten Bedürf-nissen.

larschen. plaudern.Schwatzen, waschen.Plappern, ü. UnbedeutendeSachen reden. V. Plaudernbezeichnet alles Reden, das bloßzum Zeitvertreibe dient, und wo»bey wir uns unser» Gedankenüberlassen, wie sie uns eben ein-fallen. Es hat also gar keinenverächtlichen Nebcubegriff, wiedie übrigen Wörter, sondern istnur tadslhaft, wenn es zur Un-zeit geschieht, z. B. in der Kirche,während der Predigt. >Die Tönel. d. r. ahmen die Geschwindigkeitnach, und diese ist eine Folge derFreyheit, womit man sich beydem Plaudern dem Strom«seiner Gedanken überläßt.Schwatze» sagt man so wohlvon dem, der überhaupt zu viel,als auch von dem, der von einergewissen Sache mit unnöthigerund übertriebener Wsitlauftigkeitspricht. Lin Schwätzer ist lä-stig durch sein unaufhörlichcsSpre«chen uud durch seine ermüdendeWeitschweifigkeit, und ist ver-ächtlich, weil er Mangel an Ur-theilskraft au den Tag legt.Noch verächtlicher ist das Wa-schen, weil es einen noch grö-ßer» Mangel an Urtheilskraft undVerstand verräth. Denn ein G e-wäsch ist ein geistloses unzusam-menhängcndes Sprechen, oft überkindische Kleinigkeiten, und, we-gen des Mangels an Zusammen-hänge, nicht selten unverständlichund ungereimt. Das Klatschenunter-