Druckschrift 
Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

218

I m ui

will man nickt bloß lagen: daßder lkntersatz in dergegenwär-tigen Zeit Statt finde, son-dern, daß er mit dem Ober-satze zuglei ck wahr sey.

Immer. Immerdar. Im«mer-orc. u. Zu aller Zeit. B.Immer bezeichnet diesen Be-griff ohne nähere Bestimmung.Die bcyden andern Wärter setzen»ocd eine Bestimmung zu ihm hin-zu. Was Immer ist, kannnämlick von eurer doppelten Seitebetrachtet werden: i) in sofernes in jedem Theile der Zeit da«der gegenwärtig ist. r) In so-fern e« nicht aufhort, sondernfortdauert. Wenn die erster-Seite in Betracht gezogen wird,so sagt man Immerdar, d.nndas Dar in diesem Worte istohne Zweifel aus D a geworden.Kömmt aber die andere Seite inBetracht, so wird Immerfortgesagt.

Inbrünstig. Innig. U. Wasstarke innere Empfindung aus-druckt. V. Inbrünstig aber(von Brennen) weiset mehrauf die Stärke und Warme dieserEmpfindung; Innig mehr dar-auf hin, daß sie das Innere derSeele, bis in die geheimstenLiefen derselben, durchdringe.Daher sagt man auch von dem,der seinen Freund innig liebt:er liebe ihn mit ganzer Seele.Die Inbrunst zeigt ihr Feuerauch durch Ausdrücke im Körper:der Blick ist osttfiammt, auf seinenGegenstand geheftet, das Blutergießt sich in die Wangen u. s f,

I»nemrrden. Hlerken. Ge-währ« erden. rvahrneh-m e ii. ü. Eine Sache klar zu er-

Inn

kennen anfangen. D. Wahr-nebmen wird nur alsdann ge< lsagt, wenn wir die Sache durchdie Sinne erkennen; Merkenauch alseann, wenn die Sacheden Sinnen noch verborgen i-,und sich nur durch gewisse Kenn-zeichen verräth, woraus wir ihrDascyn schließen. Wer aus eineunbekannte Insel verschlagen wird,und dakelbst bebaute Felder durchsein Gesicht wahrnimmt, derkann daran merken, da- dieInsel von Menschen bewohntsey. Wer etwas unvcrmuthetwahrnimmt der wird es ge-wahr. June werden sagtman, wenn wir ansangen, etwasklar zu er kenne:!, was unsrer bis- ^hörigen Mcynuug entgegen, oder 'wenigstens uns zweifelhaft war. ^Wenn die Kinder zu Verstände 'komme», so werden sie in»e, ldaß die väterliche Strenge zu ih- 'rem Besten diente- !

nner. Inwendig. Inner-lich. Innerhalb, st. Dar, ^jenige in einem Dinge, was dem, ,der sich ausserhalb desselben befin-det, nicht wahrnehmbar ist. B.Der Inbegriff aller Thule einesDinges, die von aussen nicht wahr-nehmbar sind, ist das Inneredesselben. Da nun hiezu auch dieverstecktesten Theile des Dingesgehören; so hat dieser Ausdruckauch den Nebenbegriff des Verbor-genen und schwer zu Erforschenden.Ins Innere der Natur dringtkein erschaffener Geist. In-nerhalb eines Dinges ist das,was von den Seiten desselben ein-geschloffen oder begrenzt ist, wen«es auch nicht als Thcil zu demsel-ben gehört. Das Wort kömmt

H-- ,