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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
206
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Hex 2O§ Hie

Hexe. Zauberer. Trude.Schwarzkünstler, ü. Sonennt der Aberglaube diejenigen,die durch Hülfe böser Geister,welche mächtiger sind als dieMenschen, Wirkungen hervvr-Lrlngen können. V. Ein Zau <derer heißt überhaupt derjenige,dem höhere Geister zu Gebote ste-hen, durch deren Hülfe er etwaswirken kann, es mögen gute oderböse Geister seyn. Daker kanndieses Wort auch im guten Sinnegenommen werden, und denjeni-gen anzcigen, der durch Hülfewohlthäkigcr Mächte gute Wir-kungen hcrvorbringt. Ja! mangebraucht Zaubern und Be-zaubern in noch weiterer Be-deutung , um überhaupt das Hcr-vorbringe» ganz außerordentlicherWirkungen zu bezeichnen. Einesehr schöne Musik bezaubertuns. Die Abstammung desWorts ist zweifelhaft. Wahr-scheinlich ist es mit tauben, be-täuben verwandt, und ist da-von das Freqüentativum, mit dernicht ungewöhnlichen Verwand-lung des T in Z (wie Zwey,Lwey). Alsdann würde es aufdie Zauberformel deuten, womitder zu beschwörende Geist gleich-sam betäubt werden soll. Indem lateinischen incamnro liegtdie nämliche Idee zum Grunde.Heke wird immer in böser undniedriger Bedeutung genommen,

- und bezeichnet immer eine Person,die mit einem bösen Geiste, wel-ches nach dem Aberglaube» derchristlichen Mythologie der Teu-fel ist, eni Bündliiß hat, wonachihr die Hülfe desselben zu Gebotesichet. Die Abstammung dieses

Wortes ist noch zweifelhafter,als die des vorigen. Man leitetes unter andern von dem alte»Usx ab, das im Schwedische» ei-nen Vetrieger bedeutet, unddem die weibliche Endigung sr«»gehängt wäre. Wer hc<xen kann, heißt auch einSchwarzkünstler, weil manentweder die bösen Geister dieihm helfen, oder die bösen Werke,die er verrichtet, schwarznennt. T ru d e ist ohne Zwei-fel das keltische Drnd, Driwd.Diese Weisen eines rohen Volkswurden vo» ihren Vcrcbrcru fürWesen gehalten, denen bösereKräfte zu Gebote ständen. Da-her hat Trude den Begriff einerZauberin.

Hie. Da. Dort, ü- Neben-wdrtcr, welche die verschiedene»-hrter im Raume anzeigeu. V.Hie oder hier bezeichnet denersten Ort, von welchem der Re-dende spricht, da, den zwcytenaußer dem ersten, und dort dendritten außer beyden. Wenn derRedende das Hier durch keinsichtbares Zeichen näher bestimmt!so versteht er den Ort, wo erselbst ist. Das Da und Dortaber kann er nicht bestimmen, oh-ne e» mit einer Gebehrde zu be-gleiten. Er muß z. B. mit demFinger auf die Orter Hinweisen, ^die er verstanden wissen will,Weil aber Dort auf eine grö-ßere Entfernung deutet'; so wirdauch in dem uneiaentlichcn Ge-brauche daher und nicht dort-her gesagt, wenn man aus ei-nem unmittelbar voransgegang-»e» Grunde eine Folge ableiteuwill. i

Hinder- i