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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Her 204 Heu

bezeichnet das Herz in der un-eigeutliche» Bedeutung überhauptdie Frcybeit von d-eser Uuenl-schloffenheit und von dieser Läh-mung der Kräfte, die durch Furchtbewnkr werden. Muth hin-gegen bezeichnet das Gefühl seinerKräfte und das Vertrauen aufdieselben, welches macht, daß mauden übel» und Gefahren mir einergewissen Freudigkeit entgegen ge-het, indem man sie zu besiegenhofft, (S Beherzt re.). Nichtbloß der M u th ige, der angreift,sondern auch der Tapfere, dersich bloß verlheidigt, muß Herzhaben.

Herzlich. Juni«,, ü. Waswahre innere Empfindung ist oderausdruckt. V. Innig deutetauf einen noch hohen, Grad derinnen, Empfindung, als Herz-lich. Freundschatrsbczcugungcnsind schon herzlich, wenn sienur nicht verstellt sind, sonderndie bezeugte Freundschaft in derThal innerlich empfunden wird-Wenn sie aber auch ausserdem nocheinen hohen Grad von Wärmedieser Empfindung anzeigen, sofind sie in »i g. Wer innigeLiebe zu jemandem hat, der em-pfindet nicht bloß wirklich Liebe zuihm, sondern diese Empfindungist auch im höher« Grade starkund warm.

Heucheln. Gleißen. Schmei-cheln. Verstellen, ü- Auseigennützigen Absichten durch sei-ne äußern Handlungen eine an-dre Gesinnung auszudrucken su-chen, als man hat. V. Ver-stellen bezeichnet diesen Begriffallgemein, ohne weiter» N-ben-degriff. -- Heu chelu heißt sich

verstellen, um Veyfall und Ach-tung, zu erschleichen, von denenman sich Nutzen verspricht. Sosucht z. V. der Heuchler das jäußere Betragen der Frömmig,seit nachzuahmen. Er besuchtfleißig deck Gottesdienst, sucht da-bey bemüthige Stellungen undGebebrde» anzunehmen u. s. f. >um für fromm gehalten zu wer-den, indem er hofft, daß ihm dies jnützlich senn werde. Vielleicht !kömmt.das Wort her von ecm al< * ^trn ögeln, Hochdeutsch fin-get». Danach wire deyn einHeuchler so viel ein 'äug-le r, d. i. Augendiener, dersich vor den Augen gut stellt, ober es gleich im Herze» nicht someynt. Wer sich einen glan-zenden Schein zu gebe» sucht, umaus eigennütziger Absicht Be-wunderung zu errege», oder dieAbscheulichkeit seiner wahren Ge-stalt zu verbergen, der ist einElrißncr. Denn Gleißenheißt eigentlich glanzen. DieGlcißnerey ist daher noch ver-ächtlicher als andere Heuche-lei). Schmeicheln wird ab-geleitet von Schmirgeln, wel-ches das Verkleinerungswort undFreguciltativum von Schmier ^gen ist. Es bedeutet daher: sich ^aus eigennützige» Absichten durchverstellte Liebkosungen, insonder-heit durch verstelltes Lob gefälligzu mache» suchen- Die unredli-chen Diener eines Fürsten schmei- ^che ln ihm bey jeder Gelegenheit, ^um sich, ihres Vorthcils wegen, >ihm gefällig z» wachen. !

euer«. Miechen. Pacht !ken. ü. Mir jemandem eine» >Vertrag schließen, wodurch ma»gegen