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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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Gr» i8z Grü

Traue» noch den Rebenbegriffder a llmä h li ch en Annäherungan die graue Farbe zu bezeichnen.Greisen wird nur von denHaaren gebraucht. Man sagt:der Mensch greifet schon, wennseine Haare anfanaen grau zuwerden. Sofern Grauen vonden Haaren gesagt wird, istGreisen damit einerley.Grauen Gräuel. Abscheu.Grausen ü-Die heftige Ge-müthsbcwegung, die aus einersehr sinnlichen Vorstellung einesgroßen iibels entsteht. D. Ab-scheu ist überhaupt die Gemüths,bewegung, welche Statt findet,sofern wir das Nichtseyn einerSache sinnlich begehren. Denn«s kömmt her von Scheuen,sich von einer Sache zu entfernen,oder von ihr entfernt zu bleibenstreben. Brauen bezeichneteinen höhern Grad dieser Ge-müthsbewegung, sofern sie durchdie Vorstellung von bevorstehendenÜbeln erregt wird. Das Trau»en kündigt seine Stärk« dadurchau, daß es einen Schauer» d. r.eine krampfhafte Jusammenzie»hung der Haut erregt. EiuDing,wodurch Granen oder über-haupt ein stärkerer Abscheu erregtwird, heißt ein Tränet. Durcheine Metonymie aber wird auchdieser stärkere Abscheu selbstGräuel genannt. Grau-sen ist der höchste Grad desGrauens. Durch den einge-schalteten Zischlaut S, wodurchBewegung gemahlt wird, deutetGrausen, nicht auf einen kurzvorübergehenden Schauer, son-der» auf eine fortgesetzte, krampf-hafte Schwingung der Haut.

grauet einem Furchtsamen, desAbends allein über einen Kirchhofzu gehen, und, wen» er ein Ge-spenst zu erblicken glaubt, sokommt ihm Brausen und Ent-setzen an.

Grenze. Schranken, ü. Das»womit die Große eines Dingesaufhort. W. Grenze bezeichnetdiesen Begriff ohne Nebenbezriff.Die Grenzen eines Dinges sinddas Letzte, das dusterste, worinseine Größe aufhort. Die HeydenEndpunkte, worin eine geradeLinie auf.hört, sind ihre Gren-ze u.. Schranke hat den Ne-benbegriff, daß es auf etwas hi»,weiset, wodurch die weitere Aus,brcitung, das Großerseyn desDinges verhindert wird. Mansetzt einem Flusse Schranke»,wenn man Damme aufführt, dieseine weitere Ausbreitung verhin-dern. Dieser Unterschied beydecWörter erhellet aus ihrer Abstam-mung. Grenze barte sonst dieForm Gerenze, oder Renz«,wenn tyan die Vorsylbe Ge, diebloß zur Verlängerung dient, weg«nimmt. Renze aber kömmt,vermittelst des eingesügten n, vonRitze her. Danach ist Grenzeursprünglich ein Riß, eine Furche,die man an einer Sache, z. B.einem Acker, machte, um anzu-zcige», wo sie aufhdre. Hinge-gen Schranke bedeutet ur-sprünglich eine Einzäunung, alsoetwas, wodurch die weitere Aus-breitung eines Dinges verhindertwird. So wurden die Einfassun-gen der Turnierplätze Sehr anken genannt. Auch huß berankein Gefänqniß.

Bündig ü Ti-,gen-

Es Gründlich.