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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
149
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Fug 149 Füh

gen von dem, was ihm außer«dem auch noch positiv gemäß ist.Ein Diener weiß sich in die Lau«neu seines Herrn zu schicken,wenn er nur unterläßt, denselbenzuwider zu handeln. Wenn eraber auch das thut, was diesenLaunen gemäß ist, so fügt ersich darin.

Fügung. Schickung. Ge«schrch. Schicksal. Ver-häng u i ß. il- Was diese Wör-ter anzeigen, findet statt, sofernBegebenheiten unabhängig vonunsrer Willkübr erfolgen. V.Verhängniß unterscheidet sichdadurch von den übrigen Wörtern,daß es nur von bösen, oder un-glücklichen Begebenheiten ge-braucht wird. Es ist ein trauri-ges Verhängniß» daß ichweine besten Freunde verlierenmuß. Auch sagt man: eineStrafe verhängen aber nicht,eine Belohnung. Schicksalbedeutet ursprünglich Las phan-tastische Wesen, das die Begeben-heiten in der Welt schickt undbestimmt, und das schon in dementferntesten Alterthume personifi-cirt und als die mächtigste Gott-heit gedacht wurde. Hiernachstaber bezeichnet es auch nach einergewöhnlichen Metonymie die Be-gebenheiten selbst, die Lurch dasSchicksal bestimmt sind unddaher nothweudig erfolgen. Mansagt: das Schicksal hat diesUnglück über mich verhängt,und: dies Unglück ist für michein trauriges Schicksal.Geschick bezeichnet die Bege-benheiten , die durch das Schick-sal bestimmt sind; und ist alsomit Schicksal gleichbedeutend,

sofern dieses in seiner abgeleite-ten, metonymischen Bedeutunggenommen wird. Der Tod mei-ues Vaters ist das traurigste G e«schick, was das Schicksal übermich verhängen konnte. Schi-ckunghat, seiner Bildung nach,eine thätige Bedeutung, und be-deutet daher eigentlich die Hand-lung, wodurch die Begebenheitenin der Welt, unabhängig vonuns, bestimmt und herbevgcfübrtwerden. Durch die gewöhnlicheMetonymie aber, welche die Wir-kung mit der Ursach vertauscht,bezeichnet Schickung auch dieBegebenheiten, die von der Schi-ckung Herkommen. Es ist eineSchickung Gottes, daß ich die-sen Freund gefunden habe. Indieser letzten Bedeutung unter-scheidet sich Schickung vonGeschick dadurch, daß cs aufein thätiges, bandelndes Wesenhinweiset, von welchem das Ge-schick herkommt. Fügungkommt am meisten mit Schi-ckung überein, und bedeutet ei-ne Schickung nach Gesetzen derWeisheit, die solche Begebenhei-ten geschehen läßt, die sich in ein-ander fügen.

uhren. Leite». Lenke»»,st. Die Bewegung eines Dingesbestimmen. D. Führen be-zeichnet Liesen Begriff allgemein,sey cs, daß mau einem DingeBewegung, oder seiner Bewe-gung nur eine Richtung mittheilt.Man führt Korn aus dem Lan-de- Diescs bewegt sich nichtselbst; man muß ihm die Bewe-gung erst mittheilcn. Man führtaber auch einen Verirrte» aufde» rechten Weg. Dieser gehetselbst,

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