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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Ort, verwandt ist, bezieht sichbey der Bewegung > und hernachbey jeder Veräuder»»q, auf das,wovon dieselbe herkömmt oderansqeht. Er Himile hießsonst: Vom Himmel. Derangegebene Unterschied reigt sichauch >» dem lincigentlick>en Gerbrauche. Man nennt denjenigeneinen aufgeweckten aber nichteinen erweckten Kops, dessengeistige Kräfte gleichsam in hörhcrm Grade wachend sind. Er-weckt wird der Kopf, wenn eraufhört unthätig zu sevn, oder,gleichsam zu schlafen. Dahersagt man auch vom Tode: er-wecken und erwachen, abernicht aufw ecken und aufwa-chen, weil hier bloß auf dasAufhören des Todcsschlafcs ge-sehen wird. Wecken unter-scheidet sich dadurch, Laß es bloßdie Handlung austruckt wodurchman jemandes Schlaf zu endigensucht, Erwecken und Aufwc-cken hingegen auch die Vollen-dung dieser Handlung, affo auchdie Erreichung ihres Zweckes an-zeigcn.

Erwecken. Erregen. ff. DieSeele zu einer Thatigkeit bestim-men. Nur in dieser uueigentli-chcn Bedeutung sind beydc Wör-ter sinnverwandt. V- Erwe-cken hat den Nebenbeqriff: daßdas, was erweckt wird, schon inder Seele vorhanden war, unddarin nur gleichsam schlummerte,aber nicht bemerkt wurde- DieseBegebenheit hat meinen Mutt-ern, eckt, und ein ganz neuesGesiidl i» mir erregt.

Erzeigen. Erweisen, ü. Et-was durch tie Thal zu erkennen

geben. N. Die HauptwörterZeigen und Weisen werden izwar häufig als gleichbedeutendgebraucht; daß aber doch ur-sprünglich ein Unterschied unterihnen statt gesunden habe, erhel-let noch aus mcbrern Spuren.Man sagt z. B jemanden ab-w ei seil aber nicht übz ei gen.Einem die Tbür weisen ist et-was anders, als die Tbük zcir igen. Mer.» man die verschiede- !nen Redensarten vergleicht, wo» !in diese Wörter gebraucht werden,so erhellet: daß Erzeigen ur-sprünglich und eigentlich von demgesagt wird, was man unmittel-bar den Sinnen zu erkennengiebt; Erweisen hingegen vondemjenigen, was durch einen kur-zen Schluß aus dem folgt, wasman den Sinnen z» erkenne»giebt- Er hat mir einen wichti« ^gen Dienst erzeigt, und mir -dadurch viel Liebe erwiesen. j: r ; i e h e n. Auferziehen. !Aufziehen, ü-Bewirke», daß §ein Mensch, der noch nicht für !sich selbst sorgen kann, zu der ge< ^hörigen Vollkommenheit gelange.

V- Ausziehen bezieht sich bloßauf die Erhaltung und Pflege des 'Körpers; Erziehen und Auf-erziehen aber auch auf diegeistige Bil ung- Daher sagtman auch von Thieren undPfla»-zen, daß man sie aufgezogen,aber nicht, daß man sie erzo-gen oder auferzogen habe.Die beyden letzten Wörter uutth-scheide» sich dadurch, daß Auf- jerziehen den Begriff einer Tr- !Ziehung einschlicßr, die von der ^erste» Kindheit angefangeu, und ;bis zur vollkommenen Reffe fort-gesetzt