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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Ein

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Ein

Wörter unterscheiden sich dadurch,das Etliche sich immer bloß aufdie Anzahl bezieht; Einigeaber nicht. Man kann nicht sa-gen: es fallt etliches Licht i»das Zimmer, aber wohl Eini-ges. Bey Etliche ist immerdie Frage: Wie viele? Bey Ei'nioe kann auch die Frage semr-.W . lche? Einige Körper sindfiii tig r das ist gewiß , aber esfr. gt sich: welche? Hier darfcs nicht heißen: Etliche Kör-per. Dagegen kann man sa-gen: Es waren: nur etlicheZuhörer da; kaum Zwölfe. Hierkönnte es auch einige heißen.

Einöde. 1V « st e. st. Ein Ort,der von keinen Menschen bewohntist. V- Die Wüste ist nicht be-wohnt , weil sie unbewohnbar ist.Die Einöde kann auch bewohn-bar seyn, sie ist nur nicht wirk-lich bewohnt. Denn Wüst hießbcp den Alten bas, was verdor-ben oder unbrauchbar ist; wovonVcrwüsten. O e d e heißt leer,und Ein wurde sonst auch fürAllein genommen. Daher istEinöde ein leerer Ort, wo manallein ist.

Einreden. Bereden, über-reden. Zureden, ü. Durchsein Reden auf Jemanden wirken.V. Bereden und Zuredensagt man, wenn ich ank Jeman-des Willen wirke, ihn zu ei-nem Entschlüsse zu bringen suche.Einreden und überredenaber.auch, wenn ich auf sein Er-kenutnißvermögen wirke, und ihndahin zu bringen suche, daß eretwas für wahr halte- BcyEinreden wird der Andre alsein leidendes Subjcct betrachtet,

i n welches ich gewisse Vorstellun-gen hincinbringe. Bey überre-den wird er als «in thätigesSubject gedacht, dessen Wider-stand ich erst überwinden muß,ehe er mir glaubt. Von I ir-re den und Bereden bezeich-net das erste eigentlich die Be-mühung, Jemanden zu einemEntschlüsse zu bringen, und B e-rede» den beabsichrigten Erfolg.Durch vieles Zureden habe ichihn endlich beredet.

Einsam. Aller», ü- DiesePradicate kommen einem Dingezu« sofern keine Dinge seiner Artneben ibm sind. D. Allein be-zeichnet düsen Begriff allgemein-In Einsam hat Ein die Be-deutung Allein Hs. Einöde) undSam zeigt an, daß das Ding zuder Art der allein seyendeugehöre.CS. besorgt rc.) Einsam istalso der, der gewöhnlich alleinist, und zu dem nicht leicht je-mand kömmt. Mer noch so vielUmgang hat, kann bisweilen ei-nen Tag aus seinen Zimmer al-lein bleiben. Deri Einsiedleraber lebt einsam.

Ei «scheu den. Erngießen. ü.Eine Flüssigkeit aus einem Ge-säße in etwas hineinssießcu lassen.V. Eingieße» wird allgemeingesagt. Einscheuke» aber r)nur dann» wen» man etwas inein Gefäß eingießr. Man kan»in eure Wunde etwas ei» gie-ße« aber nicht ei »schenken;r) nur danü, wenn das Eiuge-goßne soll getrunken rverden, undzwar zum Vergnügen, oder, denDurst zu stillen- In eine Lampewird Oel eingegossen abernicht eingeschenkt, weil esnrcht