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Le^clben nicht für würdig halten,wenigstens nicht für so würdig,als unS selbst- Denn Gönnenhat die Bedeutung: daß wir dasGlück oder Unglück eines Men-schen gern seden, weil wir nr-theil-n, daß er es verdiene. —Scheelsucht ist der höchsteGrad und die verhaßteste Act desNeides, die aus Menschenhaßentsteht. Denn als eine Suchtist diele Leidenschaft «ine einge-wurzelte Krankheit der Seele,aus der ihr Verdruß über die Gu-ter Andrer entsteh;; und, da dieSeele das höchst Unwürdige dar-in selb r fühlt, so sucht sie diesenD.rdruß den Augen der Zuschauerdadurch zu entziehen, daß sie a.ufden Beneideten nur verstohlneschielende Blicke wirft-Eigenliebe. Selbstliebe,ü. Das Wohlgefallen eines Men-schen an seiner Vollkommenheit,
, verbunden mit dem Bestreben, siezu erhalten und zu vermehren.D. Selbstliebe enthält bloßden Begriff: daß jemand sichselbst liebe, ohne anzuzeigen,daß er Andre von seiner Liebe aus-schließe. Eigenliebe hingegendruckt aus: daß jemand sich selbstausschließend liebe. Denn wasjemandem eigen ist, Las kömmtihm ausschließend zu. Ls kanndaher eine vernünftige Selbst-liebe geben, aber keine ver-nünftige Eigenliebe. Wervon der lctztern erfüllt ist, derfindet r) nur an seiner Vollkom-menheit Wohlgefallen. — Dasist die lächerliche Seite — und r)sucht er nur seine Vollkommen-heit zu befördern auch durch sol,che Mittel, wodurch er Andern
Eig
schadet, weil er Andre von seinerLiebe ausfchließt — und das istdie verächtliche Seite,igen lob. Selbstlob. u-DaS vortheilhafte Urtheil, dasjemand über sich selbst fallet» in-dem er sich Verdienste oder guteEigenschaften bcylegt. D. Wieim voriaen Artikel,iuennützig. Sewinnsüch»ktg. Habsüchtig., ü. Werbcy jeder Gelegenheit die Bemer-ke fühlt, seine Güter zu vermeh-ren. V Gewinnsucht undHabsucht sind nur auf Geldund Geldeswerth gerichtet; Ei-gennutz auch auf andre, edlereGüter. Denn man nennt die Be-gierde zu haben, und zu gewin-nen nur dann eine Sucht wennsie ans änßere Güter, ans Geldund Geldcswerth, aber nicht,wenn sie auf die edlern inneruGüter gerichtet sind. Mein Um-gang mit einem Gelehrten, denich bloß darum besuchte, umdurch ihn meine Kenntnisse zu be-reichern, wäre eigennützig;aber g e w i n »s ü ch t i g und h a b<süchtig könnte er nicht genanntwerden. — Gew in» süchtigdeutet mehr auf die Begierde,Gäter zn erwerben; Habsü ch-tig mehr auf das Bestreben,schon vorhandene sich zuzueianen.Ein habsüchtiger Erbe suchtvon der Erbschaft so viel als mög-lich an sich zu reifien. Ei»gewinnsüchtiger Gastwirihsucht bey jeder Gelegenheit so vielals möglich zn erwerben,tgensinnig. Eigenwillig.Halsstarrig. Starrsin-nig. Starrköpfig. Hart-näckig. Srörrig. Ividcrrspen»