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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Dör

Din 89

Wort ein solches Ding, wasde» Menschen iutereffirt nnd seinLigenthum ist, oder werden kann.Die Menschen sind Dinge, aberkeine Sachen, weil sic nieman-des Eigcnthum werde» können.Das ist gar keine S a ch e, heißtim gemeinen Leben: es ist so un-bedeutend, daß es nicht inrercssireukan» Der Grund dieses Un-terschiedes liegt in der ursprüng-lichen, oder wenigstens ersten ab-geleiteten Bedeutung des WortesSache, wonach cS einen Gegen-stand anzeigt, worüber vor Ge-richt gestritten wird.

Ding, kv esc», ü- Mit Wesenkömmt Ding darin überein, daßbeyde Wörter jedes (wirkliche odermögliche) Etwas bezeichnen kön-ne». V. Bcy dem Worte Dingwird ein Etwas seiner Wirklich-keit und ganze» Individualitätnach gedacht. Hingegen de» demWorte Wesen denkt mau sichein Etwas bloß nach seinen be-ständigen Bestimmungen, die zubem Seyn eines solchen Dingesnothwendiggehören. Denn We-sen ist von einer alten Form desWortes Se» n , die sich auch nochin Gewese», Verweseru.d.gl. zu erkennen giebt. Die Men-schen sind zufällige Dinge, so>fern ihre ganze Wirklichkeit zufäl-lig ist. Sie sind endliche Wesen,sofern es zu dem Scyn einesMenschen gehört, und also eineabsolut nothweudige Bestimmungdesselben ist, daß er endlich ist.Weil Wesen auf die absolutnothivendigcu Bestimmungen ei-nes Dinges hindeutet, welche zudem Scyn eines solchen Dingesgehören ; so echellet daraus i) war-

um Wesen in manchenbindunge» edler scy alS Ding.Man nennt Gott das höchste W e-sc»i r) warum Wesen auch alsPrädicak eines Dinges gebrauchtwerde; z. B- das Wesen diesesKörpers. D>»g hat i» dermchrcru Zahl: Dinge und D i urgcr; aber mit dem Unterschiede,daß die letzte Form den Ncbenbe«griff des Kleinen, des Unbedeu-tenden oder des Verächtlichen bcysich führt. Wen» ma» von jun-gen Mädchen sagt: cs sind jungeDinger; so giebt mau damitzugleich zu erkennen, daß ma»ihnen noch keinen sonderlichenWerth beylege.

Dollmecschen. übersetzen.Erklären, ü. Den Sinn einerRede klar machen. V. Erklä-ren heißt diese Handlung i» je-dem Falle; D o,l l mctsch e n undÜbersetzen alsdann, wenn sie da-durch geschieht, daß man denSinn der Rede in einer andernSprache ausdruckt- Zur Bezeich-nung dieses letzten Begriffs wurdenoch zu Luikers Zeit bloß Voll-me t s ch e n gebraucht- Jetzt wirddas übertragen des Sinnes einerschriftlichen Rede in eine an-dere Sprache, fast durchgängig,übersetzen genannt; undDollmetschen meist nur vondemjenigen gesagt, der jemandemdurch eine mündliche Rede denSinn eines Andern klar macht,dieser Andere mag seinen Sinndurch eine Rede ansgedruckt ha-ben , oder nicht. Ein Gesandterkann sich den Dollmetscher derGesinnungen seine- Herrn nenne».Dörren. Darre n. Trock-ne». ü. Einer Sache durchWarme