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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Dan

Däm

und folglich auch Deswegen,auch da gebraucht werden kann,wo man gar nickt anzeigen will,daß Etwas durch eine gewisseSache verursacht, sondern nur,daß es in Hinsicht, in Beziehungauf dieselbe geschehen s-y. Wirhakten uns deswegen, oder'deshalb (d- i. über die Sache)beredet; darum konnten wir einesti»k!ßnig handeln.

Dämpfen. Stillen, st. Eineunruhige Bewegung hemme».Nur in dieser uueigentlichcn Be-deutung komme», beyde Wörterüberein. V. i) Gtillen wirdnur gesagt, wenn man die »»ru-hige Bewegung gänzlich gehemmthat; Dämpfen aber auch dann,wenn man sie nur vermindert hat.Wer still steht, bewegt sich garnicht Gedampft aber wirdder Ton der Stimme, wenn seineStarke nur vermindert wird, r)Dämpfen geschieht durch Ge,walt und setzt Widerstand voraus.Stillen geschieht auch durchfriedliche Mittel. Man stilltz.B. seine Begierden auch dadurch,daß ma» sic nachgiebig befriedigt,ohne sie zu bekämpfen; mandämpft sie, wenn man sie durchAnstrengung unterdrückt.

Dankbarkeit. Erkcnnclich-keil. ü. Die Liebe zu einemWokltbätcr, sofern sie aus demGefühle des Werthes seiner Wohl,thatcn enisteht. V. Da Dankvon Denken abstammt; so deu-tet Dankbarkeit bloß auf dasAndenken an die cinpsangeneWohl-that und auf die damit verbundeneLiebe. Hingegen Erkenntlich-keit »reiset darauf hin, Laß mannicht bloß jenes innere Gefühl

habe, sondern auch äufferlich durchseine Handlungen zeig«, daß mande» Werth der empfangene» Wohl,thate» erkenne oder ciusebe;w lchcs den» Lurch eine angemes-sene Erwiederung derselben ge-schickt. Ei» dankbares Ge-^mülh sucht Gelegenheit, sicherkenntlich zu zeigen. Da-her bedeut.t auch eine Erkennt-lichkeit im gemeinen Leben einethatige Vergeltung einer Gefällig-keit- Wo gar keine Erwiede-rung empfangener Wohlthateudurch Gegengetälligkeiten denkbarist, da kann niemals Erkennt-lichkeit, sondern nur Dank-barkeit gesagt werden. Wirsollendankbar gegen Gott sey»;aber erkenntlich könne» »virgegen ihn nicht sc»»».

><rnke». Bedanken. Dank-st» ge». Verdanken, ü Sei-nen Dank (S- d. vor. Art.) z»erkennen geben- V> Geschiehtdies durch Worte, so heißt esDanksagen; Bedankenauchalsdann, wenn es durch andereZeichen, z. B. durch einen Hämbedruck, geschieht. Dankenbegreift beides unter sich, undkam» ausserdem auch noch die bloßinnere Handlung bezeichnen, wo-durch man sich bewußt wird, daßinan zum Dank verpflichtet sey-Man kan» jemandem im Herze»wofür danken, wenn man csauch nicht zu erkennen gicbt.Verdanken deutet vorzüglichauf den Begriff, daß man den An-dern für Le» Urheber der empfange-nen Wohlthat erkenne. Das habeich dir zu verdanken heißt: dubist derllrheber davon, und hast dar-um ein Recht auf meinen Dank.

D.rr-