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aber noch den Ncbenbegriff: daßman die Mcynnng des andern für
^ gut und nützlich halte, und bereitsey, sie vertheidigcn zu helfen.—Dieses lirtheil: daß etwas gutsey, wird hauptsächlich ansgcdrucktin Bei) fall geben, welchesdaher auch von Cache» gesagtwird. Man siebt einem Gemäldeseinen Beyfall. — Bey tre-ten zeigt ursprünglich die bedach:tige Vereinigung mit einer Par-thcy an, und ist hiernächst aufdie Annehnmug der Mepnung einesandern überhaupt ausgedehnt wor-den. — Bcy pflichten hatden Ncbenbegriff einer Pflicht,die man fühlt, einer Meynuug,11 n> ibrer Wakrbcit und Güte wil-len, beyzucretru. — Bey stim-men ist hcrgeuommen von denStimmgedenden in einer Ver-sammlung; und deutet Lader an:daß man ein Recht habe, über dieMeyuung, der man bcytritt, seineStimme zu geben. Die gemeinenSoldaten können den Uuteriieh-rrrungcn der Feldherr,? Beyfallgeben, aber nicht beysti m m c n,weil sic kein Recht haben, darüberihre Stimmen zu gebe», was ge-schehen solle.
Be-- hülfe. Be ^ sceuer. Vey-rv « F. u. Mittel, welche man zu»Indern hinzuthnt, um jemandesBidürfuiffen abzuhelfen. V- B eu-ch ülfe druckt alles aus, wodurchdieUnzulänglichkeitderaudernMit-tel ergänzt wird; cs mag bestehenworin es will. Für einen Armen istcs eine wichtige Veyhü! f e, wenner freye Wohnung hat. — Be y-trag bedeutet eine Sache, diezu andern hinzngethan wird, umdas/ waS jemand braucht, voll-
ständig zu machen. Ein Bey tragaber bezieht sich nicht nothwendigauf dringende Bedürfnisse. Esgiebt z.B- auch Bey trage zurLiteratur u. d. gl. — Bey-steuer weiset mehr ans die Hülfs-dedürftigkcit dessen hin, der siecmpfangt; da es so» Steuer,einer Abgabe zu den Bedürf-nissen des Staats, abstammt.
Beilegen. Beymessen. ü.Ilrkheilen, daß jemandem eine ge-wisse Bestimmung zukomme. A.Bcylege 11 bat weiter keinen Ne-bcnbcgriff. Bey g en> essenaberwird jemandem hauptsächlich das,wovon er Urheber ist; insonder-heit, wenn es etwas Böses ist.Denn cs kömmt wahrscheinlichher von Missen, welches ehe-dem Schelten bedeuteic. Manlegt ihm zwar sonst ein gutesHerz bey; aber die Schuld vondiesem Unglück hat man ihm dochb e y g c m e s s e li.
Licysam. Geschmeidig. Gv-rva ndc. ü- Wer leicht allerlei)Forme», denttmständen gemäß, an-ürhnien kann. V- DaBicgsamvon Biegen hei kommt, 10 bedeu-tet cs mehr die Leichtigkeit, seinebisherige.Form zu andern; hin-gegen Geschmeidig mehr dieLeichtigkeit, eine neue anzunehmen,da durch das Schmieden, wo-von das letztere Wort herkömmt,einem Körper eine neue Form ge-geben wird. Ans dieser Abstam-mung erhellet zugleich : daß Bieg-sam k e i t des Gemüths ei» Werkder Natur; Geschmeidigkeitein Werk der Kunst und Ersah-rnirg ist. Der Mensch ist ambiegsamsten, wenn er nochgar kciucu bestimmten Charakter, hat-