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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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Bedenken. Erwägen., Be« nes glücklichen Ausganges erregt,

erzlgen. u. Aut die Grun-de für und i»ider einen zu faffen-den Eutsckluß scine Gedankenwenden. V. Bedenken batweiter keinen Nebcnbegriff. Zudem Erwägen gehört, daß man,insbesondere die Wichtigkeit jenerGründe zu erforschen, sie gleichesau, abzuwagen suche Be-herzigen heißt, zu Herzen neh-men , L- i. mit lebhaftem Gefühlerwäge»; weil das Herz als derStz der Gefühle gerächt wird.Er hat den Anstand wohl erwo-gen, aber nicht beherzigt,d- i. s ine Wichtigkeit nicht leb-haft genug gefühlt.

Bedenken. Zweifel, si- dieVorstellung solcher Gründe, wo-durch man bestimmt wird, etwasnicht für gewiß zu halten. V.Zweifel werden dergleichenVorstellungen in allen Fällen ge-nannt. Ein Zweifel gegen dieUnschädlichkeit oder Ausführbar-keit dessen, was man thu» will,ist ei» Bedenken. Und wennman Zweifel gegen bloße Meynunrgen Bedenken nennt, so hat dasdie Nebenbedeutung: daß man be-sorge, es könnte schädlich scyn, dieseMeyni,ilgeu anzunchmen.

Bedenklich. Mißlich. si.Was so beschaffen ist, daß csleicht einen Ausgang nehmenkann, der unfern Wünschen zu-wider ist. V- Sofdrn einesolche Sache so beschaffe,» ist,daß unsre Hoffnung (unserWunsch) leicht fehlschlagen kann,ist sie mißlich, von Mis-sen, fehlen, wie inMißgrifs,Fehlgriff), und sofern dieselbeBedenken oder Zweifel wegen ei-

iir »c oevenr t l cy.edeutung. Sin». Ver-stand. ü. Das, was durch et-was anders, bezeichnet wird. V.Bedeutung kann dasselbe injedem Falle, Sinn und Ver-stand aber nur alsdann genanntwerden, wenn eS eine Vorstellungoder ein Inbegriff von Vorstel-lungen, ist- Wenn das Steigen desThermometers die Vermehrungder Warme bezeichnet, so ist die-se die Bedeutung, aber nichtder Sinn oder der Verstandvon dem Steigen des Thermome-ters. Sin» und Verstandunterscheiden sich so, daß das letz-te Wort nur von einer Reihe zu-sammenhängender Vorstellungen,das erste aber auch von einer ein-zelnen Vorstellung gesagt wird.Ein einziges Wort bat einenSinn, ein ganzer Satz hatSinn und Verstand,»edeucend. Beträchtlich,wichtig. Erheblich. rr.Was vergleichungswelse groß ist.V. Sofern dasjenige, was inVergleichung mit andern vorzüg-lich groß ist, auch die Betrach-tung vorzüglich auf sich zieht,heißt cS beträchtlich; sofernes vorzüglich angeführt und be-merklich gemacht zu werde» ver-dient, ist es erheblich (vonErheben, loben, vreisea); ob-gleich das Wort jetzt nicht mehrbloß von guten, sondern auchvon bösen Dingen gesagt wird;und sofern es großeFolgen hat,wirdes wichtig (gleichsam viel w i e-geud) genannt. Bedeutendheißt eine Sacke überhaupt,wenn sie ein Zeichen von etwas

ist;