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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Habs sie bearbeitet, wenn sieauch nicht fertig geworben ist.Ausbreicen. verbreiten.Ausdehnen. ü. Machen, daßetwas einen großer« Raum ge-winnt. V. Ansdehnen wirdi) eigentlich nur von einem Con-tiuuum gesagt; VerbreitenAnd Ausbreite» auch von ei-nem Aggregate unzusammenhäu-gender Dinge. Man kann sa-gen : die Kartoffeln haben sich inDeutschland sehr verbreitetoder ausgebreitet, aber nicht:sie haben sich in Deutschlandausgedehnt. 2) Ausdch-«en kann sich auch auf eine ein-zige Dimension beziehen, aberverbreiten n>:L ausbreiteiinicht. Di- Are der Erde dehntsich aus von ciitem Pole biszum andern, aber nicht: sie ver-breit c t sich, oder bre i tc t sichans. Da di« Zeit unter demBilde einer Linie vorgestellr wird,so kann Aus dehnen auch vonder Zeit gesagt werden; A us-breiten uud Verdreitc»ober nicht. Ich will die Zeit mei-nes hiesigen Aufenthalts nochauf vier Wochen aus dehnen,aber nickt, ausbreite» oderverbreiten. Das letzte Wortunterscheidet sich durch die Vor-sylbe Ver, welche hieranzeigt,daß ein Ding aufhöre, in seinembisherigen Orte zu seyu, wie iuVerpflanze» u. dcrgl. Esbedeutet daher: macken, daß et-was anskorc» in seinem bisheri-gen kleineren Raume zu scyn,und einen großer» cimichme. Die-ses letztere allein wird durchA u s brcit cn ausgcdruckt. Woalso bloß das Einnehmer» des grd-

Hern Raumes in Betrachtung ge-zogen wird, da kann nur A ns -breiten gesagt werden; woman aber auch auf das Heraus-gehen aus dem kleinern Raumesieht, La kann man auch ver-breiten sagen. Dies liegtauch bei dem uncigentlichcn Ge-brauch« dieser Wörter zum Grun-de. Man sagt: eine ausge-breitete aber nicht, eine ver-breitete Gelehrsamkeit. Dem;man sicht hier nicht darauf, daßsie vorher auf wenigere Gegenstän-de eingeschränkt gewesen sc»), undsich nur nachher erst aus mehrerezu erstrecken angefaiigcii habe.Sobald aber diese Beziehung inBewachtu-ig kommt, kann auchVerbreiten qcsagt werden. Er»rußte anfänglich nicht viel; aberdurch Fleiß und Austrcnguug hatsich seine Gelehrsamkeit immerweiter verbreitet,usdruck. Worr. u. Zeichenvon Vorstellungen (wenn hierun-ter alle thätigen und leidcntli-chc» Veränderungen in derSeele verstanden werden). D.Im weitern Sinne wird jedesZeichen dieser Art Ausdruckgenannt, »veil dadurch das In-nere gleichsam äußerlich darge-stellt wird; es mag übrigens einnatürliches oder willkührliches,ei» sichtbares, hörbares oder fühl-bares Zeichen seyn. Ein Wortist ein hörbarer, wiilkübrlicherAusdruck. In einer enger» Be-deutung aber versteht mau »uicrA nsdr»»ckcii nur die natürlichenAusdrücke, und zwar besondersdiejenigen , wodurch sich die Em-pfindung«» zu erkennen geben,weil vorzüglich die Empfindun-gen