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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Auf ZZ

dir Handlung des HindernsrVerweilen (von Weile, Zeit)auf die Zeit, welche das Hinderndauert; und verzögern heißt,machen, daß etwas spater erfolgt,als sonst würde geschehen scyn.Was aufgehalten und ver-weilt wird, Las erfolgt auchbisweilen niemals. Die Post istLurch den schlimmen Weg auf-gehalten und sechs Stundenverweilt worden, und daherihre Ankunft verzögert-

Aufheben. R ü h in e ». ü.Sein günstiges Itrtheil über dieVorzüge einer Person oder Sachebekannt machen. V. Aufhe-ben, welches nur noch alsNennwort gebräuchlich ist, (vielAufhebens macken) hat den Ne-benbcgriff eines unnothigen, über»triebeueii, oder wenig gegründe-ten Rühmens. Denü es war ur-sprünglich ein Kunstwort, wel-ches die unnützen und prahlhaf-ten Ceremoniea bszeichnete, wo-mit die Klopffechter ihre» Kampfzu beginnen pflegten. Das istdie Veranlassung gewesen, dieBedeutung dieses Worts nochmehr za erweitern, und cs vonjeder zu lauten oder zu wcillanf-tigcn Erwähnung einer Sachezu gebrauche». Er machte vondem Fehler zu viel Aufhebens.

Aufheben. Aufnehmen.Ausrichten, ü. Kommen inihrer eigentlichen Bedeutung dar»in überein, daß sie anzeigen: ei-nen Körper, ganz oder zum Theil,in einen höher» Ort bringe». V.Ausrichten bezieht sich bloßauf die Stellung, und bedeutet,einen Körper in die Höhe richten,so Laß er nicht liegt, sondern

Auf

steht, wie, wenn ein umgefalle-ncr Pfosten wieder aufgerich-tet wird. Aufheben undAuf nehmen unterscheidet sichzuvörderst dadurch, daß ich das letz-tere nur unmittelbar durch mei-nen Körper, das andere aberauch vermittelst eines Werkzeugesverrichten kann. Mit einem He-bel kann ich Lasten auf heben,die ich ausznnehmeu nichtim Stande bin. Hiernächst hatAufnehmen den Nebenbegriff,daß ich dadurch etwas zu mirnehme, um es zu tragen, zuheben, oder nicht verderben zulasse». Daher kann es nicht vonden Thcile» meines eignen Kör-pers gesagt werden. Ich kannmeine Hände auf heben, abernicht aufnehmen.

Aufkeimen, Aufgehen, st.Wirb von dem Saamen gesagt,dessen Trieb über der Oberflächeder Erde sichtbar wird. V- Beydem Aufkeimen aber denktman sich vorzüglich die Entwicke-lung des Keimes, und bey demAufgehen, das Hervorkom-me» desselben über her Erde Da-her auch »»eigentlich z. V. ei»a »f ke i m en d er, aber nicht:ein aufgehender Verstand ge-sagt wird-

Aufkiären- Bilden, ü.Sind nur gleichbedeutend, sofernsie sich auf das Erkeuntnißvermo-gen beziehen, und das Hervor-briugen gewisser Vollkommenhei-ten desselben anzeigen. V- Auf-klaren bedeutet, nach der Ab-stammung , im höher» Grade klarmachen. Also ist derjenige auf-geklärt, der viele deutliche Be-griffe, und die Fertigkeit hat, ver-E r mit-