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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Auf °

Verlesen; und ich bin aufge-legt (aber nicht geschickt) mirverlesen zu lassen- Wer darumzu etwas aufgelegt iss, weiler aufgeräumt >st(s. d. vor Art.),der ist dazu aufaer ä u m t.

Aufgeweckt. M«irrer. Leb-haft. Lustig, ü. Kommenuberein, sofern sie einen Zustandder Lhntigkcit mit dem uugcdiu-derten Gefühls der Kräfte aus-drücken. V. Munter undAufgeweckt stehen dem Schla-fen entgegen und bezeichnen über-haupt eine» Zustand, wo dieKräfte nicht abgespannt und inRuhe, sondern in Thätigkeit sind.Aufgeweckt wird aber nurvon geistigen, munter auch vonkörperlichen Kräften gesagt. Ichbin nickt recht munter, wennmein Körper ermattet oder kränk-lich ist- Außerdem zeigt aufge-weckt einen höher» Grad desMunter n an. Denn wer ausdem Schlafe aufgeweckt wird,der wird plötzlicher im dbhernGrade munter, als wer sich, oh-ne aufgeweckt zu werden, nachund nach ermuntert. Cm m u ri-tt er Kopf faßt leicht, und lerntgeschwinde, ein aufgeweckterKopf kömmt außerdem dem Leh-rer oft zuvor, und findet von selbst,was man ihn lehren will. DieMunterkeit der körperlichenKräfte äußert sich, durch Leich-tigkeit, Mannigfaltigkeit, undangemessene Geschwindigkeit inden Bewegungen, und in der Wirk-samkeit der Empfinrnngswerkzeu-ge. Eben diese gefallen uns auchals Zeichen von der Munterkeitund Aufgewecktheit des Geistes.Bey dem Lebhaften sind die

Auf

Kräfte nicht bloß in Thätigkeit,sondern cs zeigt sich auch in die-ser Thätigkrit viel Leben, durchden höhcrn Grad vou Kraft undStarke, der darin sichtbar ist.Er empfindet mit Energie, undbegehrt mit cincr gewissen Hef-tigkeit; die Bilder stiurr-Einbil-rungetraft find im höhern Grad-anschaulich , und sei» Verstandbat Kraft genug, auch schwierigeSachen ohne viel Müh- zu fassen.Der Lebhafte ist nicht immermunter und aufgeweckt. DieStärk- einer medcrschlagendenEmpfindung kann ihn still undMißmuthig machen. W-r mun-ter und aufgeweckt ist durch dasGefühl der Lust, das i» seinerSeele herrscht, der ist lustig(l. Aufgeräumt, Lustig),ufha Ireii. Hemmen, f,.Eine Kraft gänzlich oder zumTheil verhindern zu wirken. V.Hemmen, wen» die Wirkungschon angefangen ist; Aufhal«tcn, sie mag schon angefange»sey» oder nicht. Ich hielt meineThtäuen lang ans; nachdem sieaber einmal angefangen hatten zustießen, konnte ich ihren Stromnicht wieder hemmen. DennHemmen scheint abzustammenvon dem altsachsischen Uam, wel-ches einen umzauntcn Ort bedeu-tet, und also ursprünglich sovielanzuzeige»» als: Grauze» setzen.So soll bei dem Herabfahrcn voneinem Berge die He mm kettedazu dienen, der Bewegung desWagens Gränzcn z» setzen,u f h a l k e ii. Verzögern.Verweilen, (ecc.) st. DenFortgang von etwas hindern. P.Aushalten beziehet sich auf

die