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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Vorrede.

eigentlicher Bedeutung genommen werden, reciprocable Begriffe.Denn alles, was sich ausbreitet, das verbreitet sich auch;und umgekehrt.

Dies wäre also ein Zusatz zu der Theorie der Synonymen.Die Begriffe sinnverwandter Wörter können nicht bloß coordinirtund subordinirt, sondern auch reciprocabel seyn.

Ob sie endlich aber auch widerstreitend seyn können? das isteine Frage.

Contradictvrisch zuvörderst können sie nicht seyn. Denn con»tradi'ctorische Begriffe sind, wie die Logik beweiset, niemals unterEinem gemeinschaftlichen höhcrn Begriffe enthalten, und die De»deutungen synonymer Wörter müssen einerlcy höhcrn Begriff ge»mein haben. (S. Eberh. a. a. O )

Aber conträr können sie allerdings seyn. Denn aus der Lo,gik ist bekannt, daß conrrärc Begriffe unter einem gemeinschaftlichennächst höhern Begriffe enthalten seyn können, wie z. B die konträ-ren Begriffe eines rechten und schiefen Winkels beyde unter demBegriffe eines Winkels überhaupt enthalten sind. Auch ist es nichtunmöglich, baß konträre Begriffs so viele Merkmale gemein haben,daß es schwer ist, sie zu unterscheiden. Denn, um conträr zuseyn, brauchen sie sich nur in einem einzigen Merkmale zu wider-sprechen. Wenn aber konträre Begriffe unter Einem höher:»Begriffe enthalten sind, und nur durch eine sorgfältige Zergliede-rung unterschieden werden können; so sind die Ausdrücke, wodurchsie bezeichnet werden, synonym. So sind Winkel und Eckesinnverwandte Wörter, und die dadurch bezeichneten Begriffe sindconträr. Denn das Inwendige kann nicht zugleich das Auswendigeseyn. (S. Ecke. Winkel.)

Dies