Vorrede.'
Die hinzugekommenen Nachträge hat der Verfasser, so vielihm möglich war, in Eberhards Geiste zu bearbeiten gesucht.
Die Theorie der Synonymik, die man vor dem ersten Theilrdes Eberhardschen Werkes findet, schien ihm noch einiger Zusätzefähig zu seyn.
Eberhard behauptet (S- X.) gegen Herrn Fischer mitRecht, daß nicht bloß solche Ausdrücke synonym seyn können, dieroordinirte, sondern noch andre, die subordmirte Begriffe bezeichnen.
Allein, giebt «S nicht vielleicht außer den eoordinirten undsuberdinirten noch andre Begriffe, deren Ausdrücke sinnverwandtsind? Wenigstens ist die verneinende Antwort nicht von selbst klar,und die Theorie darf nur dann auf Vollständigkeit Anspruch machen,wenn sie alle mögliche Fälle nach einem Princip ausgezählt und be«urtheilt hat.
Es sind aber, wie jeder Kenner der Logik weiß, alle mögli»chen mit einander verglichenen Begriffe entweder einstimmig oderwiderstreitend, und zwar im letztem Falle entweder contradictorischoder nur conrrär, im erstem Falle aber entweder reciprocabel odersubordinirt, oder coordinirt.
Außer den eoordinirten und subordinirten Begriffen nun k§n««im auch rcciprocable Begriffe, wie die Logik lehrt, unter einemgemeinschaftlichen höher» Begriffe enthalten seyn, und dabey so vieleMerkmale gemein haben, daß es nicht leicht ist sie zu unterscheiden.Eben dadurch aber bekommen die Ausdrücke, wodurch sie bezeichnetwerden, den Charakter der Synonymen (S. Eberhards TheorieS- VIII. rc>). So bezeichnen z. D. die sinnverwandten WörterSich Ausbreiten und Sich Verbreiten, sofern sie in
eigent-