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Mylord Durchlaucht : Lustspiel in einem Aufzuge
Entstehung
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mich heute so heftig bewegt, da ich diese Felsen zeichnenwill. (Sie setzt sich und nimmt das Album auf den Schoos.)

Weilburg (für sich). O — wenn sie sich so beeilt,diese Stelle in ihrem Gedenkbuch zu verewigen, so kannihr der nicht ganz gleichgültig sein, der ihr hier seineLiebe gestanden.

Ellen (für sich). Der Jüngling schien von einertrotzigen — aber von einer edlen Art. — Ein jungerLöwe — und — Ellen, ich glaube, Du hast ihn gebändigt!— Hier zwischen den Felsen will ich ihn hinzeichnen.Wenn ich meine Augen bedecke werde ich mir sein Bildam leichtesten zurückrufen können. (Sie bedeckt die Augenmit der Hand.)

Weilburg (geht leise ans si§ zu und kniet vor ihr nieder).

Ellen. So — jetzt ist mir's, als ob ich ihn wiedervor mir sähe. (Sie nimmt die Hand von den Augen undstößt einen Schrei aus.) Mein Herr! —

Weilburg. O — jetzt röthet sich Ihre Wange,Miß Ellen -— darf ich das zu meinem Gunsten deuten?

Ellen- Ich habe Ihnen gesagt, wann wir uns zueiner ganz anderen Zeit und unter ganz anderen Ver-hältnissen wiederträfen —

Weilburg. Es ist jetzt eine ganz andere Zeit; dennes ist eine halbe Stunde — eine halbe Ewigkeit —verflossen, seit ich Sie zuletzt gesehen — und es sind jetztganz andere Verhältnisse; denn Ihre Wangen, die vorhernoch so kalt und bleich waren, sehe ich jetzt geröthet —und jetzt sehe ich auch Ihre Lippeln lächeln —

Ellen. Mein Herr — (Sie senkt den Kops.)

Weilburg. Jetzt noch ein Augenaufschlag — einschalkhafter Blick, der mir sagt: Weilburg, Du brauchstnicht ganz zu verzweifeln!

Ellen (sieht ihn schalkhaft an und läßt gleich den Kopfwieder sinken).

Weilburg. O — jetzt bin ich glücklich — ich habein den Himmel gesehen. Ellen — seien Sie meine Braut!