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Johanna. Aber wie verhüteten Sie es denn?
Kranz. Wie ich es verhütete? — Nun — ich dachte,besser die eigenen Knochen in die Knochenmühle getragen, alsdem Fräulein Sommer nur ein einziges Haar gekrümmt. Ichzog die Zügel an und ließ mich mit meinem Gaul hintenüber fallen — der Gaul lag oben — ich unten — ersprang wieder auf; denn er war, Dank meiner Corpulenzziemlich weich gefallen — und ich liege hier noch am Boden,wie Sie sehen.
Johanna. Was — das haben Sie gethan? — O,Herr Kranz — nehmen Sie es mir nicht übel — dashätt' ich Ihnen nimmer zugetraut. Zu solchen Reiter-stückchen muß man Kopf und Herz auf dem rechten Fleckhaben.
Kranz. Hab' ich denn vielleicht Kopf und Herz woanders sitzen, als andere Leute?
Johanna. O — und um meinetwillen haben Siesich der Gefahr ausgesetzt — ich bin Ihnen wirklich sehrdankbar, Herr Kranz. Ich begreife nur nicht, wie ich garnichts davon gemerkt habe. Aber, bitte, stehen Sie auf,Herr Kranz.
Kranz. „Stehen Sie auf!" — ja das ist leicht ge-sagt, wenn sich nach einem Sturz, wovon der Bodenkrachte, fünf Centner lebendiges Pferd auf Einem herum-gewälzt haben.
Johanna. Was — um's Himmelswillen — Siehaben sich doch nicht ernstlich verletzt?
Kranz. Ha ha — nicht ernstlich verletzt! — ichweiß nicht, ob ich mein Rückgrat wirklich gebrochen habe
— ich weiß nur, daß all meine Glieder in ihren Schar-nieren wie rostige Schlüssel in verdrehten Schlössern stecken.Wenn ich nicht mit dem Leben davon kommen sollte —Fräulein Sommer — denken Sie zuweilen an mich.
Johanna (die Hände ringend). O Gott, o Gott —und ich bin schuld an diesem schrecklichen Sturz! — osprechen Sie nicht so — Sie werden leben, Herr Kranz!
— Heinrich, Heinrich! — binden Sie schnell die Pferdean einen Baum und kommen Sie her! — O, wüßte ich