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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Die Kreuzzüge.

Von Rühs.

(Geschichte des Mittelalters.)

Wallfahrten nach den Orten, wo der Erlöser sichtbar er-schienen war, galten früh in den Augen seiner Bekenner fürverdienstlich; sie wurden häufiger, je größer das Ansehen war,das den Pilgern zugestanden ward. Die Araber begegnetenden Christen mit Schonung und ermunterten die Wallfahrten,die zugleich den Verkehr begünstigten; aber die rohen Türkenerlaubten sich große Bedrückungen, die tue Klage der rückfah-renden Wallfahrer erregten; es war ein allgemeiner Wunschfrommer und tapferer Herzen, diese Schmach zu rachen.

Die Aufforderungen Peters von Amiens, der undic>g4 die traurige Lage der Christen im heiligen Lande kennengelernt halte, wurden daher mit großer Begeisterung ausge-nommen. Die Wirkung seiner Predigten zeigte sich auf denKirchenversammlungen zu Piacenza und Clermont rog5, woviele Anwesende sich zum Zuge entschlossen und ihren Willendurch ein rothes, auf der rechten Schulter geheftetes Kreuzanzeigten. Ein allgemeiner Enthusiasmus bemächtigte sich allerGemüther; der Priester und der Laie, der Greis und der

Jüngling rüsteten sich zu der großen Unternehmung.

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Unmittelbar aus den Kreuzzügen gingen die geistlichenRitterorden hervor, die als die eigentlichen Stützen angesehenwerden müssen, wodurch die Macht der Christen im Orient solange erhalten ward. In ihren Mitgliedern erhielt sich der En-thusiasmus, nachdem er in den übrigen Theilnehmern längsterloschen war. Durch sie ward insonderheit der Einfluß vermit-telt, den der Orient auf die Sitten und Bildung der Abend-länder haben mochte. Sie sind zunächst als der Ursprung desveredelten oder romantischen Ritterthums zu betrachten, dasim Grunde nur eine allgemeine Anwendung der Verpflichtun-gen ist, die ihnen insonderheit obliegen, des Kampfes für