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theils der Augenschein. Das Evangelium der galiläischen Fischerhat der Welt eine neue Gestalt gegeben. Ihre Unternehmungist gelungen! Und die Unternehmung dieser armen, ungelehr-ten , blöden Menschen rüstete wider sich alle Machte der Erde,rüstete solche desto furchtbarer wider sich, da im Herzen jedesMenschen die herrschenden Mächte, Sinnlichkeit und Stolz,wider sie aufstehen mußten!
Nach menschlicher Ansicht war nie ein Zeitpunct dieserUmwandlung des Menschengeschlechtes minder günstig, als ebender, in, welchem die Apostel, und dazu unter Schwierigkeiten,welche ihrer Lage eigenthümlich waren, hervor traten. Abereben dieser Zeitpunct bedurfte mehr als einer der vorigen, sol-cher Erneuung. Der tiefe Verfall seiner Menschen war vomAllwissenden vorher gesehen; ihm war vom Allwissenden einZiel gesetzt worden. Die Fülle der Zeit war da, als dieses Zielvon der gottesvergessenen Menschheit erreicht war.
II. Der Tod der Avostel Petrus und Paulus.
Es wird erzählt, daß die heiligen Apostel Petrus undPaulus neun Monathe lang zu Rom, im mamercinischen Ker-ker am Fuße des Capitols, gefangen gehalten worden, ehe siedas Ziel ihrer Wünsche, die Auferstehung und Lehre desSohnes Gottes mir ihrem Blute zu bezeugen, erreicht haben.Die ununterbrochene Überlieferung der Gemeine zu Rom läßtkeinen vernünftigen Zweifel daran zu, daß der 2 y. Juny ihrTodestag gewesen. Nicht so gewiß läßt sich das Jahr ihresTodes bestimmen, welchen Einige in's Jahr 06, Andere in'sJahr 67 setzen. Mit überwiegender, wie mich bedünkt, anGewißheit gränzender Überzeugung, trete ich der letzten Mei-nung bey, theils weil die Reisen und Geschäfte des Apostels Pau-lus , welcher, im Jahre 65, Rom nach seiner ersten Gesan-aenschaft verlassen hatte, eine nicht geringe Zeit zwischen des-sen ersten und zweyten Aufenthalt allda zu fordern scheine»,auch nicht gewiß ist, daß er sogleich nach der zweyten Ankunftin Rom verhaftet worden, und neun Monathe lang soll, zu-