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zu ergehen, zu erheben. Überall ward ihnen in denselben desWeibes höherer Werth verkündigt; in häuslichen und gesell-schaftlichen Verhältnissen war die Freyheit des weiblichen Ge-schlechtes bey den Spaniern weniger als Key den Arabern be-schränkt , es wußte zu seinem Vortheile die Sehnsucht desmännlichen Herzens länger zu unterhalten und höher zu stei-gern ; der begeisternde Liebesdrang mußte jetzt mächtiger alsfrüher der kirchliche Gewissenszwang auf die Sitten wirken.Wie groß indessen die Wirkungen aller dieser Ursachen zusam-men gewesen/ und wie weit sie gereicht hatten/ kann die Ge-schichte bey dem Mangel an Thatsachen und Zeugnissen nichtbestimmen.
Ethnographische Darstellung.
Von Eichhorn.
Noch möchte eine Übersicht von den Schicksalen der wan-dernden Stämme zu einer deutlicher» Vorstellung der ganzenVölkerwanderung dienen.
Die Hunnen, uralte Bewohner der Manguley, gingenim Jahr 3y4 über die Wolga, darauf über den Don, unter-warfen sich im Jahre 35y die Alanen, und stürzten, in Ver-bindung mit den Letztern, auf die Ostgothen, welche wieder dieWestgothen vorwärts drängten. Im Jahre 3y6 gehen dieHunnen, des Widerstandes und der Wachsamkeit der West-gothen ungeachtet — über den Dniester, und lagern sichbis an die Donau, in dem bisherigen Besitze der Gothen,nachdem die Letztern über die Donau gegangen waren. Hiersaßen sie ruhig, bis Rufin sie im Jahre 3y5 zu einem Einfallin die asiatischen Provinzen des römischen Reiches ermunterte.Von diesem Streifzuge an breiteten sie sich unaufhaltsam aus,und herrschten endlich in Asien bis nach Derbend, und in Eu-ropa vom Don bis an die Theiß und tief in den Norden hin-ein, und jenseits der Donau über Pannonien und Mösien, dochbis auf Attila nicht unter einem einzigen König; aber dieserwildhumane Held räumte alle Hunnenkönige neben sich aus